Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Pampow-Sülstorf

Hauptstraße 29
19077 Sülstorf

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Die Sülstorfer Johanniterkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. 1217 schenkten die Grafen von Schwerin Gunzelin II. und Heinrich I., sowie Graf Nikolaus von Halland den Brüdern des Johannes-Babtista-Hospitals in Jerusalem das Dorf „Szulowe“. Als Sitz des später in das benachbarte Dorf Kraak umgesiedelten Johanniterkomturs hatte der Ort im Mittelalter eine überlokale Bedeutung.

 

 

Die Kirche jener Zeit fand im 15. Jahrhundert zu ihrer heutigen Form: ein kleiner Saalbau mit fast rund anmutendem polygonalen Ostschluß. 1979 wurde die Kirche durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört. Hierbei wurden auch der Barockaltar von 1692, die Empore mit wertvollen Holzmalereien und die klangvolle Orgel von den Flammen vernichtet. 1984 konnte die Kirche wieder eingeweiht werden, mit restaurierten Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Sie zeigen die Kreuztragung Jesu in einer vielfigurigen Darstellung, den Heiligen Antonius mit Glocke und Schwein sowie Christus als Richter. Aus der abgebrochenen Kirche zu Zweedorf erhielt die Kirche eine Tauffünte aus dem 17. Jahrhundert und den Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert.

 

 

Erst 2001 konnte der hölzerne Turm der Kirche wieder aufgebaut werden. Seit dem Jahre 2005 läuten wieder zwei Glocken in Sülstorf. In der Sakristei befindet sich eine kleine Ausstellung zu der Geschichte der Kirchgemeinde, mit alten Dokumenten aber auch Fotos vom Brand und Wiederaufbau der Kirche sowie Ereignisse aus dem Gemeindeleben.

Seit dem Reformationstag 2014 ist der hölzerne Taufständer aus dem Jahre 1692, der zu dem ehemaligen Barockaltar gehörte, wieder in der Sülstorfer Kirche zu sehen.

 

Die zwei Johanniterkirchen (Sülstorf und Kraak) miteinander wieder zu verbinden, ein Teil der Geschichte dieser Region bekannt und wieder erlebbar zu machen, ist ein wichtiger Ziel unseres Projektes. Wir würden gerne unsere Schätze anderen zeigen und darüber sprechen, was wir lieben.

 

Wandbild

 

So erreichen Sie uns:

 

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Pampow-Sülstorf

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Tel: 03865-3225

Pastor Árpád Csabay

 

 


Aktuelle Meldungen

800 Jahre Sülstorf, 500 Jahre Reformation

(16.05.2017)

Musikalische Andacht am Kantate Sonntag – „Singt dem Herrn ein neues Lied“

 

Am Sonntag, den 14. Mai 2017 hatten die Bürger und Bürgerinnen gleich zweimal die Möglichkeit, zu einem Gottesdienst in die Kirche zu gehen.

Unter dem Motto ''1517 - Singen - Hören'' fand der erste Gottesdienst um 10 Uhr statt.  Schon beim Reingehen in die Kirche wurden die Besucher mit Orgelmusik erfreut.

Frau Claudia Träger sang mit Klavierbegleitung und eröffnette so den musikalischen Gottesdienst. Nach Worten unseres Pastors Herr Csabay sang, mit Gitarrenbegleitung der neuen Gemeindepädagogin Ina Bammann, die Kindergruppe. Bischof Dr. Andreas von Maltzahn folgte der Einladung Herrn Csabays und hielt an diesem Morgen eine Liedpredigt in der Sülstorfer Kirche.

Nach Glaubensbekenntnis, Gesang und Gebeten gab es bei herrlichem Wetter eine kleine Kaffeetafel auf der Wiese vor der Kirche. Bei frisch gebackenen Kuchen, Kaffee und Tee kamen die Bürger und Bürgerinnen zu einer lockeren Runde  zum Gespräch zusammen.

 

Die Uhrzeit nach dem Reformationsjahr gewählt, begann

pünktlich um 15:17 Uhr die Andacht. Und diese hatte es wircklich in sich! Jeder der nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst!

Schon am Morgen hielt der Bischof eine Predigt zu einem Lutherlied und berichtete davon, dass die Christen fröhliche Lieder singen sollten....

Diese Chance nutzten Familie Wagner aus Sülstorf (am Schlagzeug und Gesang), die Gemeindepädagogin Ina Bammann (Gitarre und Gesang) und Freunde wie Bekannte aus Rostock (Thomas an der E Gitarre) und Malchow (Regine am Bass und an der Orgel) und fanden sich zu diesem Ereigniss zusammen.

Texte mit biblischen Hintergrund, handelnd von der Liebe zu Gott, in deutsch und englisch gesungen, ließen es mit Unterstützung der elektronischen Instrumente, in der Kirche laut werden. Die Besucher bekamen nicht genug davon und ließen die Band nur nach einer Zugabe gehen.

 

 

 

 

Foto zu Meldung: 800 Jahre Sülstorf, 500 Jahre Reformation

Gospelkonzert in der Sülstorfer Kirche

(22.04.2017)

Am Samstag, 22. April 2017 fand anlässlich der 800-Jahr-Feier der Gemeinde Sülstorf in der Sülstorfer Kirche eine ganz besondere Veranstaltung statt: Unter der Chorleitung von Nicole Chibici-Revneanu erklangen in der alten Sülstorfer Johanniter Kirche Psalme und Choräle von Martin Luther, gesungen vom Gospelkombinat Nordost (www.gospelkombinat.de). Stimmungsvoll, mitreißend und bewegend - so lässt sich diese Darbietung der besonderen Art umschreiben. Und wie aus Gospelkonzerten bekannt, wurde das Publikum schwungvoll mit einbezogen. Pfarrer Arpad Csabay fand die passenden Worte und begrüßte die aus Greifswald angereiste Sängergemeinschaft. Ein musikalischer Höhepunkt im Rahmen der Kirchgemeinde, was auch an der vollbesetzten Kirche abzulesen war. Ein großes Dankeschön an das Gospelkombinat Nordost und Herrn Csabay.

Foto zu Meldung: Gospelkonzert in der Sülstorfer Kirche

Neue Gemeindepädagogin in den Kirchengemeinden Pampow-Sülstorf und Uelitz

(29.03.2017)

 

 

Ina Bammann, geboren 1983 in Freiberg (Sachsen) ist seit dem 01.02.2017 die Gemeindepädagogin der Kirchengemeinde Pampow-Sülstorf und Uelitz. Sie wurde am 5. März im Rahmen des Regionalen Weltgebetstag-Gottesdienstes in der Kirche in Gammelin eingeführt. Das Gespräch haben wir am 8. März in Pampow geführt.

 

Frau Bammann, lassen Sie uns mit der Frage beginnen: Was hat Sie dazu bewegt, Pädagogik zu studieren, und ganz speziell Religionspädagogik?

 

  • Gemeindepädagogik hat mich schon sehr früh gereizt. In meiner Kirchengemeinde in Sachsen, wo ich aufgewachsen bin, habe ich ein FSJ in der Jugendarbeit gemacht. Ursprünglich wollte ich Grundschullehramt studieren, aber mein Diakon hat mich in dieser Zeit sehr geprägt, so habe ich mich entschieden, Religionspädagogik zu studieren. Um mich später breiter aufstellen zu können habe ich parallel dazu Sozialpädagogik studiert.

 

Erzählen Sie ein wenig über Ihren Weg von Sachsen über Baden-Württemberg nach Mecklenburg-Vorpommern. Was hat sie hierher verschlagen?

 

  • In Ludwigsburg, Baden-Württemberg lebt eine „Herzenstante“ von mir, die mich auch in Glauben geprägt hat. Meine Cousine hat ihre Ausbildung schon vor mir in Baden-Württemberg gemacht, so habe ich mich auch für ein Studium in Ludwigsburg entschieden. Während meines Studiums habe ich immer wieder festgestellt, dass  Baden-Württemberg in mir keine heimatlichen Gefühle auslöst, so bin ich nach Berlin gezogen. Die kulturelle Offenheit und Vielfalt der Stadt tat mir gut, in Berlin kann man so sein, wie man ist und wie man will. In Berlin konnte ich mich frei fühlen und zu dieser Zeit neu auftanken. Zu Mecklenburg-Vorpommern habe ich vorher wenig Beziehung gehabt, die Liebe hat mich hierher gebracht. Mein Mann ist 2009 nach Schwerin gezogen, ich bin 2012 hierhergekommen. Ich habe MV kennen und lieben gelernt. Die Landschaft ist besonders schön, ich fühle mich hier sehr wohl.

 

In Ihrer Bewerbung haben Sie als Kompetenz (unter anderem) folgendes angegeben, was uns sofort angesprochen hat: Kinder und Jugendliche mit Musik zu begeistern. Wie kommt es dazu?

 

  • In meiner letzten Stelle war Musik ein Schwerpunkt, das möchte ich hier auch in meiner Arbeit gerne einfließen lassen in welcher Form auch immer: Band, Singgruppe oder anderes. Ich hoffe, dafür interessierte junge Leute zu finden. Mir liegt das Konzept der Ten Sing- Arbeit besonders am Herzen, die ist eine musikalische Jugendarbeit mit vielseitigen Angeboten und ist ein „lebendiges“ Konzept für Jugendarbeit.

 

Von Kita-Arbeit über Arbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund bis zum Internationaler Jugendfreiwilligendienst, Stadtmission Zwickau, Praktikum in Südafrika, haben Sie schon Vieles ausprobiert...wieso diese Vielfalt an Arbeitsbereichen und Altersgruppen? Ist Ihr Interessenbereich so breit, Ihre Neugier so groß?

 

  • Es war tatsächlich ein Ausprobieren, manche Stellen waren auch zeitlich begrenzt. Die vielen Erfahrungen haben mich bereichert, aber die Hauptrichtung war immer die Kinder- und Jugendarbeit. Und ja, ein bestimmtes Maß an Neugier war und ist immer dabei, wenn ich Neues ausprobieren kann.

 

Gibt es von den vielen internationalen Erfahrungen Kontakte, die Sie bis heute pflegen?

 

  • Ja, zum Beispiel in Südafrika habe ich in meiner Studienzeit ein Praxissemester gemacht, Unterricht in einer deutschen Schule gegeben, ich war in der Kinder und Jugendarbeit der Gemeinde tätig und habe auch Andachten im deutschen Altersheim gehalten. Gerade waren wir (mein Mann und ich) nach 10 Jahren wieder dort gewesen, auch bei der Familie, wo ich gewohnt habe und alt vertraute Freunde wiedergetroffen. Es war sehr schön.

 

Wie sind Ihre ersten Eindrücke in Pampow-Sülstorf und Uelitz und was wünschen Sie sich für die Arbeit hier?

 

  • Ich wurde sehr gut aufgenommen und nett begrüßt von den beiden Kirchengemeinderäte. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag hat mir auch sehr gut gefallen. Ich wünsche mir viele neue Begegnungen mit Menschen aller Altersgruppen in den beiden Gemeinden, Offenheit, viele Fragen und gute Gespräche. Eine lebendige Kinder und Jugendarbeit in der Region voranzubringen und zu vernetzen ist mein Ziel. Meine Vision ist eine Kinder- und Jugendarbeit, die sich festigt und sich selber voranbringt. Ich bin auch im ländlichen Bereich großgeworden, so freut es mich, jetzt die Gemeindearbeit in Ihren Gemeinden mitprägen zu dürfen.

 

Frau Bammann, wir danken Ihnen fürs Gespräch und wünschen Gottes Segen auf Ihre Arbeit!

 

  • Ich danke auch.

Foto zu Meldung: Neue Gemeindepädagogin in den Kirchengemeinden Pampow-Sülstorf und Uelitz