Pingelhof

Museumshofführer
Kerstin Zimmermann

Ringstr. 6
19374 Domsühl OT Alt Damerow

Mobiltelefon (0152) 59 17 90 89 Frau Zimmermann

E-Mail E-Mail:
www.pingelhof-museum.de

Öffnungszeiten:
1. April bis 31.Oktober
Dienstag bis Sonntag
10:00 bis 17:00 Uhr

Andere Zeiten für Gruppen nach Vereinbarung
Tel.: (0152) 59 17 90 89


Eintrittspreise:

 

 

  • Erwachsene: 3,50 Euro
  • Kinder: 1,50 Euro
  • Führungen sind möglich
  • 2 Stück Blechkuchen und 2 Tassen Kaffee pro Person: 4,00 Euro
  • erweiterte Gastronomie nach Absprache


Über der „Grot Döör“ (großen Tür) des niederdeutschen Hallenhauses steht das Jahr Anno 1607 den 11. Majus. Damit wäre das reetgedeckte Bauernhaus das älteste in Mecklenburg.

In den acht nachfolgenden Generationen wurde das Bauerngehöft, das an der nahe gelegenen Elde-Müritz-Wasserstraße und der Kreisstadt Parchim liegt, nicht wesentlich verändert. Es atmet auch heute noch das Leben der einstigen Besitzer, der Bauernfamilie Pingel. Zuletzt lebte Erna Pingel bis 1984 auf dem Hof. Auf ihren Wunsch gingen Haus und Hof an die Gemeinde Domsühl über.

Nach umfangreicher Rekonstruktion konnte am 30. September 1989 der Hof als Museum wieder eröffnet werden. Die jährliche Saison ist ausgefüllt mit vielfältigen Veranstaltungen, zu denen einheimische Handwerker und Künstler ihre Produkte zeigen und anbieten. Theateraufführungen, Buchlesungen und die Mecklenburger Markttage finden hier statt. Jedes Jahr kommen aus dem Umfeld des Hofes alte Exponate hinzu. So ein funktionstüchtiges Sägegatter, alte Landmaschinen und eine im Entstehen befindliche Wassermühle sind zu besehen. Viele Jahre führte der bekannte Mecklenburger Schriftsteller Rolf Holst den Museumshof. Seit ca. einem Jahr hat die Führung Frank Münchow übernommen. Er berichtet lebendig über die wechselvolle Geschichte des Hofes und seiner Bewohner. Der Pingelhof kann auf seinen 15.000 m² selbst oder durch den Hausherrn geführt erkundet werden.

Im Steinbackofen wird nach alten Rezepten regelmäßig Brot und Kuchen gebacken. Unser Bäckermeister wartet schon auf Sie. Bei schönem Wetter deckt er für Sie eine Kaffeetafel unter alten Bäumen. Ist das Wetter „schittig“, wie der „Meckelbörger“ sagt, gibt es Kaffee in der Diele des Hauses.

 

 


Veranstaltungen


15.07.2017
19:30 Uhr
Auf ein Bier am Klavier
Zusammen mit dem Staatstheater Parchim findet am Samstag, d. 15.07.2017 um 19.30 Uhr auf dem Pingelhof in Alt Damerow die Open Air Veranstaltung Auf ein Bier am Klavier statt. Schauspieler des Staatstheaters musizieren und singen ihre ... [mehr]
 
10.09.2017
10:00 Uhr
Erntefest
Die Trachtentanzgruppe der „Witziner Dörpschaft“ wird unter der Erntekrone tanzen ... [mehr]
 
01.10.2017
10:00 Uhr
Schlachte- und Kartoffelfest läutet die Lewitzer Tüffelwochen ein
Die Matzlow-Garwitzer-Schützen werden das Ende der Saison abböllern. Das beliebte ... [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

ALT DAMEROW: Bei Pingels erwacht der Frühling

(14.03.2016)

Am Ostersonntag öffnen sich im agrarhistorischen Museum wieder die Tore / Ausstellung erweitert / Höhepunkte schon geplant

 

Noch tut sich der Frühling schwer. Wer in diesen Tagen aufs Land fährt, kann die ersten Spuren aber schon entdecken. Auch im Bauerngarten des legendären Pingelhofes haben Krokusse ihre Blütenkelche zum Himmel gestreckt. Die Vögel, die hier in großer Zahl überwintert haben, stimmen ihr Tageskonzert an. In der kommenden Woche dürfte es hier endgültig mit der Ruhe vorbei sein. Die Mitglieder des Pingelhoffördervereins haben sich schon zum Frühjahrsputz verabredet. Nachdem sie bereits im Spätherbst den Laubbergen gemeinsam zu Leibe gerückt sind, soll nun die gesamte Hofanlage frühlingsfein werden. „Wir freuen uns schon sehr auf den bevorstehenden Saisonstart“, sagt Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Seit 2006 hat sie im agrarhistorischen Museum den Hut auf. „Der Pingelhof bleibt ein Aushängeschild für unsere Gemeinde“, so Domsühls Bürgermeister Hans-Werner Beck.

Mehr in der Printausgabe und bei ePaper.

 

Text und Foto: von Wolfried Pätzold
 

 

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Auf Pingelhof Staffelstab übergeben

(15.10.2015)

Heinz Ullmann neu gewählter Vorsitzender des Fördervereins / Großes Dankeschön an Hermann Freude / Vorhaben diskutiert

Dass es den legendären Pingelhof am Rande der Lewitz noch immer gibt, ist keineswegs selbstverständlich. Schon Mitte der 1980er Jahre, als die letzte Bewohnerin Erna Pingel verstorben war, hing die Zukunft der Hofanlage am seidenen Faden. Hermann Freude gehörte seinerzeit als LPG-Vorsitzender zu den Visionären, die den Pingelhof unbedingt retten wollten. Es ist ihnen gelungen. Drei Jahrzehnte später hat sich vieles grundlegend geändert. Doch noch immer steht die Frage im Raum, was dafür getan werden kann, damit dieses kulturhistorische Denkmal auch den Kindern und Enkelkindern einen Blick in die Geschichte ihrer Vorfahren ermöglichen kann.

Hermann Freude ist inzwischen 80 Jahre jung. Vor 15 Jahren hat er den Vorsitz des Fördervereins Pingelhof e.V. übernommen. „Der Verein war wichtig, so konnten wir dringend benötigte Spenden einwerben“, erinnert er sich noch sehr genau. Beim Geld-Einsammeln blieb es nicht. Seine Mitstreiter sind längst der Motor des Hoflebens, räumen im Frühjahr den Winterdreck weg, greifen der Museumsführerin Kerstin Zimmermann bei allen Veranstaltungen unter die Arme, bringen seit elf Jahren jährlich ein neues plattdeutsches Stück auf die Dielenbühne und machen das Museum damit überregional bekannt.

Hermann Freude hat den Staffelstab nun an Heinz Ullmann weitergereicht.

 

Text und Foto: von Wolfried Pätzold
 

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Alles dreht sich um die Tüffel

(24.08.2015)

Kartoffelwochen-Auftakt auch in diesem Jahr auf dem Pingelhof

 

Zum dritten Mal werden in der Lewitz die Tüffelwochen gefeiert. Es werden den ganzen Oktober zahlreiche Aktionen durchgeführt, bei denen die Kartoffel die Hauptrolle spielt. Darüber informiert jetzt Karen Lange von der Lewitz-Information. Bereits ab 1. Oktober dreht sich am Barracuda Beach in Neustadt-Glewe für zwei Tage alles rund um die Tüffel: bei der Kinderkartoffelspartakiade und wenn es am 2. Oktober im Strandrestaurant „Sunset Beach“ heißt: „Die getrüffelte Tüffel“. Am Sonntag, dem 4. Oktober, ab 11 Uhr steht dann die Wahl der Kartoffel der Lewitz während der BurgArt auf dem Programm.

Zum Auftakt der Tüffelwochen wird das Schlachte- und Kartoffelfest am 4. Oktober auf dem mehr als 400 Jahre alten Pingelhof in Alt Damerow veranstaltet.

 

Text und Foto:

Wolfried Pätzold
 

 

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Legendärer Pingelhof sucht Mitstreiter

(18.08.2015)

Schmied und Sägegatter-Bediener im Ehrenamt gesucht / Urlauber besuchen ältesten Hof der Region

 

Mit der ältesten komplett erhaltenen gebliebenen Hofanlage im Nordosten ist der legendäre Pingelhof ein ganz besonderes Ziel für Besucher aus nah und fern. Aber nicht nur die zum Teil mehr als 400 Jahre alten Gebäude mit dem Dielenhaus im Zentrum machen den Reiz des Agrarhistorischen Museums aus, sondern auch das in den 1990er Jahren aufgebaute multifunktionelle Zentrum. Mitarbeiter der Parchimer Beschäftigungsgesellschaft ABS haben u.a. ein Horizontalsägegatter, eine Kornmühle und eine Schmiede aufgebaut, die historischen Vorbildern nachempfunden sind. Zu Höhepunkten wie der Saisoneröffnung, den Ernte- und Schlachtefesten und zu Sonderveranstaltungen waren diese Einrichtungen auch in Funktion zu erleben. „Leider fehlen uns inzwischen Mitstreiter, die über fachliche Kenntnisse verfügen, um die Technik in Funktion vorzuführen“, beklagt Museumsführerin Kerstin Zimmermann die Situation. Mit Walter Scheurich steht der erfahrenste Müllermeister Gästen Rede und Antwort. „Wir suchen dringend einen Schmied und einen Bediener für das Horizontalsägegatter, die nur zu Höhepunkten vor Ort sein müssten“, so Kerstin Zimmermann. Dafür würde es auch eine kleine Aufwandsentschädigung geben. Wer sich für Gesichte und altes Handwerk interessiert, sollte sich möglichst bald bei der Museumsleiterin vor Ort oder telefonisch (038 728 201 11) melden. Der Hof ist von Dienstag bis Sonntag ab 10 Uhr geöffnet.

 

Text und Foto: von Wolfried Pätzold

 

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Neustes Stück der „Pingelhof Späldeel“ hat Sonntag Premiere

(07.05.2015)

Was schenkt man der Mutter zu ihrem Ehrentag? Blumen sind sicher erste Wahl, doch es könnte diesmal eine Überraschung der besonderen Art hinzukommen. Kerstin Zimmermann, Chefin im agrarhistorischen Museum in Alt Damerow, könnte sich das so vorstellen: „Auf dem Pingelhof im Grünen unter lauschigen Bäumen sitzen und die Hände ruhen sich einmal aus. Mutti wir mit Kaffee und Kuchen (aus dem Lehmbackofen) verwöhnt und genießt Musik, Theater, Tanz und Gesang“.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Programms zum Muttertag ist sicher die Premiere des neuen Theaterstücks der Pingelhof Späldeel. Der Titel lautet „Goll’n Hochtied“. Auch beim 11. Stück hat Lotti Jenßen den Text geschrieben, führt Regie und übernimmt zusammen mit Rolf Holst zwei der Hauptrollen (als eins von drei goldenen Paaren). Die Geschichte hat das Leben geschrieben: Drei Paare haben vor 50 Jahren in einem Dorf geheiratet und wollen das Jubiläum nun auch gemeinsam groß feiern. Die Frauen nehmen die Organisation des Festes in die Hand, lassen die Männer lieber außen vor, wollen sich schick einkleiden und sorgen für Missverständnisse, jede Menge Lacher und ein Happy End. Da alles plattdeutsch auf die Spitze getrieben wird, kommt das Publikum wieder einmal voll auf ihre Kosten (nur drei Euro Eintritt).

Geprobt wird bis zur letzten Minute. „Wir sind in diesem Jahr ziemlich spät dran“, räumt Lotti Jenßen ein. Aber mit der Erfahrung von zehn Jahren und dem leidenschaftlichen Einsatz aller Akteure wird davon bei der Premiere am Sonntag um 11 Uhr nichts mehr zu spüren sein.

Die Theatergruppe hat sich längst zum „Herz des Hofes“ gemausert. Nicht nur als Unterhalter, sondern auch als unverzichtbare Helfer beim jährlichen Frühjahrsputz sowie dem Erhalt der historischen Hofanlage, die mit mehr als 400 Jahren zu den ältesten in ganz Norddeutschland gehört, gehört das Späldeel-Team zu den aktivsten.  

von Wolfried Pätzold

 

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SONNTAG AUF DEM PINGELHOF: Vielfaches Hoch auf die Knolle

(07.10.2014)

Besucher strömten scharenweise zum Auftakt der Tüffelwochen und zum Pingelhofgeburtstag

 

Das war wieder mal ein Wochenende so ganz nach dem Geschmack der Kartoffelmaus. Seit das sympathische Banzkower Lokalmaskottchen anlässlich der 700-Jahrfeier des Lewitzdorfes im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben wurde, ist es gerade in dieser Jahreszeit sehr gefragt. Marianne Böthfüer füllt ihre Rolle mit Hingabe aus: „Es macht mir wirklich unheimlich viel Spaß. Man kommt schnell mit den Leuten ins Gespräch und lernt immer wieder neue Menschen kennen“, schwärmt die Banzkowerin.

Während sie am Sonnabend schon auf der Burg-Art in Neustadt-Glewe für die tolle Knolle warb, durfte sie gestern zum Auftakt der Tüffelwochen 2014 in der Lewitz natürlich nicht fehlen. Die Besucher strömten scharenweise zum Pingelhof in Alt Damerow. Er bot gestern nicht nur eine herrliche Kulisse für dieses Ereignis. Zugleich wurde das Geburtstagsfest zum 25-jährigen Bestehen des Hofes als Museumsanlage gefeiert. Verwöhnt wurden die Gäste, die bereits am zeitigen Vormittag scharenweise aus allen Himmelsrichtungen in das Dörfchen strömten, mit Sonne satt, Musik, Unterhaltung sowie vielen kulinarischen Angeboten, vor allem auch aus der Knolle.

 

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Text und Foto: Christiane Großmann

 

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Ziehbrunnen eingeweiht

(10.09.2014)

Auftakt für Feierlichkeiten zum Museumsjubiläum auf dem Pingelhof

 

Das Geheimnis ist gelüftet. Gleich neben dem mehr als 400 Jahre alten Dielenhaus gibt es auf dem Pingelhof wieder einen Ziehbrunnen. Nach historischem Vorbild konnte die frühere Wasserquelle neu aufgebaut werden. Nachdem der Förderverein des Pingelhofes im vergangenen Herbst im Wettbewerb der ostdeutschen Sparkassen einen ersten Preis für ihr jahrelanges Engagement gewonnen hatte (wir berichteten) wurde die Anerkennung mit einer Spende der Sparkasse Parchim-Lübz in Höhe von 5000 Euro vergoldet. Dieses Geld wurde nun dafür verwendet, um den früheren Brunnen, der aus Sicherheitsgründen abgetragen werden musste, wieder zu ersetzen. Gemauert wurde er aus Feldsteinen.

Fördervereinsvorsitzender Hermann Freude gab ihn unter dem Beifall zahlreicher Gäste frei. Sponsoren, ehrenamtliche Helfer und Mitglieder des rührigen Fördervereins waren gekommen, um die Feierlichkeiten für zwei Jubileen einzuleiten. In wenigen Tagen wird das agrarhistorische Museum des Pingelhofes 25 Jahre alt. Die plattdeutsche Theatergruppe Speeldähl blickt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück. Beide Geburtstage sind Anlass, um in den kommenden Wochen in Alt Damerow zu feiern.

 

Text und Foto: Wolfried Pätzold

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THEATERJUBILÄUM - „Männer sünd wat Wunnerbores“

(28.04.2014)

Leute, wie die Zeit vergeht. Im Frühjahr 2004 sorgte die Nachricht, dass auf der Diele des 400 Jahre alten Pingelhofes auch Theater gespielt wird, für ungläubiges Kopfschütteln. Wer hat sich das ausgedacht? Passt das ins Konzept der Museumshofanlage? Wo kommen die Schauspieler her? Inzwischen hat es sich bis Wahlstorf, Rom, Raduhn, Kladrum, Neuhof, Dütschow, Malchow und Neu Kalliß herumgesprochen, dass das Laienensemble der „Speeldäl“ mit plattdeutschem Humor ein kulturelles Aushängeschild für den legendären Pingelhof ist.

Der frühere Museumsführer Rolf Holst und Parchims Original Lotti Jenßen hatten die Idee geboren, „um der plattdeutschen Sprache“ wieder auf die Beine zu helfen. Schnell fanden sich Mitstreiter, die sich mit dem Pingelhof eng verbunden fühlen und ihr Theatertalent gerne in der Öffentlichkeit zeigen.

Für Lotti Jenßen ist es zugleich die Möglichkeit, der Fantasie freien Raum zu geben und selbst erdachte Geschichten für Ein-Stunden-Stücke zu entwickeln. Als Frau, die schon immer ein großes Herz für die Kultur bewiesen hat, fiel es ihr nicht schwer, Alltagsgeschichten mit der elektrischen Schreibmaschine aufs Papier zu bringen. Inzwischen sind so zehn plattdeutsche Theaterstücke entstanden.

 

Text und Foto: von Wolfried Pätzold

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Ostern mit der Familie aufs Land - Pingelhof öffnet wieder

(17.04.2014)

Am Sonntag öffnen sich auf einer der ältesten Hofanlagen Norddeutschlands die Tore / Jubiläumsjahr für Agrarhistorisches Museum

 

Daran können sich selbst die älteren Bewohner aus Alt Damerow kaum erinnern. Schon zum Osterfest stehen Obstbäume auf und rund um die älteste Hofanlage der Region in voller Blüte. Der mehr als 400 Jahre alte Pingelhof zeigt sich zur bevorstehenden Saisoneröffnung von seiner schönsten Seite. „Daran hat aber nicht nur Petrus, sondern vor allem auch die rührigen Mitglieder des Fördervereins entscheidenden Anteil“, ist Museumsführerin Kerstin Zimmermann wichtig. Die Frauen und Männer, die sich als eingetragener Verein seit Jahren für den Erhalt und den Ausbau der kulturhistorisch einmaligen Anlage am Rande der Lewitz engagieren, haben bei zwei großen Frühjahrseinsätzen zusammen mit Gemeindearbeiter Heini Schreiber alles auf Vordermann gebracht. „Nun können wir es kaum noch erwarten, dass wir unsere Gäste wieder begrüßen können“, gibt Kerstin Zimmermann unumwunden zu.

Am Ostersonntag ist es soweit: Um 10 Uhr öffnen sich die Tore und ab 11 Uhr erwartet die Besucher, die es erfahrungsgemäß an diesem Feiertag mit Kind und Kegel hinaus auf das Land zieht, ein buntes Programm zur Saisoneröffnung.
Quelle: SVZ Online, Text+Foto : Wolfried Pätzold
 

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Oh weh: "Schwiegermudder kümmt"

(03.05.2013)

In diesem Jahr machen es die Schauspieler der plattdeutschen Speeldäl so richtig spannend. Wer erwartet hatte, dass sich mit der Saisoneröffnung auf dem legendären Pingelhof am vergangenem Sonntag dort auch der Vorhang auf der Dielenbühne zur Premiere des neuen Stückes öffnen würde, wurde enttäuscht. "Das war einfach nicht zu schaffen. Aufgrund des langen Winters konnten wir die Proben auf unserer Hausbühne nicht rechtzeitig beenden", erklärt Lotti Jenßen die Situation. Auch deshalb startet das Speeldäl-Ensemble zum ersten Mal nicht in Alt Damerow, sondern am kommenden Sonntag (5. Mai) in Malchow. Dort sind die vielen plattdeutschen Theaterfans begeistert. "Wir sind stolz, dass es sich in der Region herumgesprochen hat, dass es auf dem Pingelhof in Alt Damerow eine plattdeutsche Theatergruppe gibt, die jedes Jahr ein neues Stück auf die Bühne bringt", sagt Rolf Holst. In den Winterwochen war das Ensemble regelmäßig auf Tingeltour. Begeistert gefeiert wurden die Schauspieler u.a. in Wahlstorf, Rom, Raduhn, Kladrum, Neuhof, Dütschow und Kalliß.

Der Funke springt sofort auf die Zuschauer über

Lotti Jenßen gehen die Ideen für neue Stücke offenbar nicht aus. Der Titel "Schwiegermudder kümmt" verspricht jede Menge Spaß. Zusammen mit Rolf Holst spielt Lotti Jenßen Oma und Opa. Die Großfamilie, zu der auch Vater und Mudder sowie Kinder gehören, bekommt plötzlich Besuch von der Schwiegermudder. Das löst nicht nur Freude aus. Am liebsten würde man ihr einen Platz im betreuten Wohnen besorgen, aber daran denkt die Dame nicht im Traum. Als eine Mitarbeiterin von der Allgemeinen Betreuungsorganisation (ABO) kommt nimmt das Verwechslungsspiel wie gewohnt seinen Lauf.

Wer die Proben miterlebt hat, ist sich sicher: Lotti Jenßen hat wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Funke springt auf die Zuschauer über und da spielt es kaum eine Rolle, ob sie der plattdeutschen Sprache so mächtig sind wie die elf Schauspieler des Speeldäl-Ensembles. Das bekam übrigens Zuwachs. Neben der Schülerin Juliane Brandt aus Raduhn, die schon mehrere Jahre mitspielt, wird künftig auch Eric Fischer aus Matzlow als jüngster Nachwuchsschauspieler auf der Bühne stehen. "Es wird immer schwieriger, die plattdeutsche Sprache im Alltag zu erhalten. Da ist es sehr wichtig, dass wir junge Leute dafür interessieren", gibt Rolf Holst, der selbst plattdeutsche Bücher schreibt und für die Sprache auf Lesungen wirbt, zu bedenken.

Die Fans der Dielenbühne auf dem mehr als 400 Jahren alten Pingelhof in Alt Damerow können sich bereits den 23. Juni vormerken. Höhepunkt des diesjährigen Sommerfestes wird dann die erste Aufführung von "Schwiegermudder kümmt" auf heimischer Bühne werden. Gleich zweimal ist das Stück an diesem Tag zu erleben. Zwischen den Aufführungen wird eine historische Modenschau mit Originalkostümen zum Thema "Sommerfrische anno dazumal" gezeigt. Erwartet wird zum Sommerfest auch der Chor "Zeitlos", der fröhliche Lieder von früher und heute zum Zuhören und Mitsingen präsentiert.

 

von: Wolfried Pätzold

 

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Mit neuen Ideen Besucher auf den Pingelhof locken

(24.04.2013)

Alt Damerow: Die Vorfreude ist groß. Länger als in den Vorjahren mussten die Pingelhoffans auf den Saisonstart warten. Aber am kommenden Sonntag (28. April) ist es endlich soweit. In der vergangenen Woche hatten sich die Mitglieder des Fördervereins Pingelhof Alt Damerow zum großen Frühjahrsputz getroffen (wir berichteten). Nach getaner Arbeit ging es am Nachmittag auf der Mitgliederversammlung um die inhaltliche Ausgestaltung des agrarhistorischen Museums und des Veranstaltungsangebotes.

"Es wird nicht leichter, immer neue und vor allem wieder mehr Gäste auf unsere Hofanlage zu locken", stellt Vereinsvorsitzender Hermann Freude klar. Selbst die mit mehr als 400 Jahren älteste Hofanlage Mecklenburgs ist als Touristenattraktion kein Eigenläufer. Erst jüngst hat sich auch der Kultur- und Sozialausschuss der Gemeinde Domsühl, die Eigentümer der weitläufigen Hofanlage ist, mit dem Problem beschäftigt. Seit nunmehr 24 Jahren setzt sich die Gemeinde für den Erhalt der denkmalgeschützten Anlage ein. Die Kosten - in diesem Jahr haben die Domsühler dafür rund 30 000 Euro eingeplant - belasten den Gemeindehaushalt sehr. Hermann Freude und Museumsführerin Kerstin Zimmermann sind froh, dass es diese Unterstützung gibt. Auf der Beratung kamen dann auch Ideen auf den Tisch, die mehr Gäste und damit höhere Einnahmen bringen sollen. Das Spektrum reicht von der Kräuterwanderung über einen Schmiedekurs bis zur Buchlesung bei einer Weinverkostung. "Leider scheitert die Umsetzung vielfach an den Unkosten, die mit Eintrittsgeldern nicht gedeckt werden können", gibt der Vereinsvorsitzende zu bedenken. Kerstin Zimmermann unterbreitete den Vorschlag, zwei Kurse zum Handspinnen und zum Brettchenweben anzubieten. "Das dürfte generationsübergreifend Interesse finden", ist sie sich sicher. Ein Höhepunkt soll in diesem Jahr ein Sommerfest mit plattdeutschem Theater am 23. Juni werden. Dort soll dann auch das neue Stück der Speeldäl "Schwiegermudder kümmt" Premiere haben. Zusätzlich wird eine historische Modenschau gezeigt. Geprüft werden soll, ob ein "Hoftag wie anno dazumal" angeboten werden kann. "Das Leben der Bauern früherer Zeiten ist vielen unbekannt. Da dürfte das Interesse groß sein", sind sich die Fördervereinsmitglieder einig.

Hermann Freude informierte darüber, dass in der Gemeindevertretung die Erhöhung der Eintrittsgelder angedacht ist. Dann sollen Kinder 1,50 Euro und Erwachsene 3 Euro für den Besuch des Pingelhofes bezahlen.

 

von: Wolfried Pätzold

 

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Kanadier auf Spurensuche bei Pingels

(11.04.2013)

Alt Damerow: Heinz Albert Ebenau kann es kaum glauben: "Hier hat mein Vater geschlafen. Es sieht genau so aus wie er es mir beschrieben hat". Mit gebücktem Kopf gelangt der stattliche Mann in eine winzige Kammer des rund 400 Jahre alten Dielenhauses auf dem Pingelhof in Alt Damerow. Museumsführerin Kerstin Zimmermann hat die Türen der historischen Hofanlage an diesem Frühlingsnachmittag für ganz besondere Gäste extra geöffnet, obwohl hier eigentlich noch Winterruhe herrscht.

Heinz Albert Ebenau ist mit seiner Lebensgefährtin Dawn Rae in Kimberley in Kanada zu Hause und für einige Tage während des Urlaubs bei ihren Verwandten Sonja und Thomas Lund in Grabow zu Gast. Ganz oben auf der Ausflugswunschliste stand bei Heinz Albert Ebenau der legendäre Pingelhof in Alt Damerow. Und das hat einen besonderen Grund. "Mein Vater lebte als Jugendlicher während der letzten Kriegsmonate auf dem Pingelhof und hat mir viel über diese Zeit erzählt", berichtet der 47-Jährige, der in Kanada geboren ist und dort mit einem Log-Truck über die Highways fährt.

Sein Großvater war mit der Familie 1954 von Hamburg aus nach Kanada ausgewandert. Eine Schwester seiner Frau, Marta-Luise Pingel, ist die Oma von Sonja Lund. "Die Familienbande hält auch über tausende Kilometer. Da ist es für uns eine besondere Freude, den Verwandten die Heimat ihrer Vorfahren zu zeigen", sind sich Sonja und Thomas Lund einig.

Museumsführerin Kerstin Zimmermann konnte schon mehrfach Besucher aus Übersee begrüßen. In perfektem Englisch lässt sie das bescheidene Leben der Pingels auf der wohl ältesten erhalten gebliebenen Hofanlage in Mecklenburg lebendig werden.

Heinz Albert Ebenau ist gerührt. In der kleinen Dorfschule schreibt er seinen Namen auf die Schiefertafel. Seine Lebensgefährtin nutzt die Gelegenheit, um viele Fotos für das Familienalbum zu machen. "Alte Häuser mit Schilfdach gibt es in Kanada nicht. Das ist einfach unglaublich schön. Ich kann nun gut verstehen, dass mein Vater davon so geschwärmt hat", meint er.

Als ihm Kerstin Zimmermann anbietet, uralte Stelzen - wie sie einst sein Vater zum Spielen benutzte - auszuprobieren, ist das Glück perfekt.

Für Kerstin Zimmermann haben die Gäste aus Kanada etwas Besonderes mitgebracht: Originaldokumente wie Geburtsurkunden, Briefe und Fotos von den Verwandten der Pingels. Beim Abschied gibt es Freudentränen und die Nachricht, dass der 85-jährige Vater Heinz Ebenau im Herbst noch einmal selbst nach Mecklenburg kommen will.

 

von: Wolfried Pätzold

 

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Hofbäcker bei Pingels

(02.07.2012)

Domsühl: Die Nächte von Joachim Neckel sind kurz. Fast täglich steht er bereits ab 3 Uhr in seiner Domsühler Bachstube, damit seine Kunden ab 6 Uhr frische Brötchen kaufen können. Seit nunmehr 20 Jahren ist er darüber hinaus als Hofbäcker bei den Pingels in Alt Damerow aktiv. Im weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten agrarhistorischen Museum sorgt er dafür, dass die Gäste ein Brot aus dem Lehmbackofen mit nach Hause nehmen können. Als Vater von zwei erwachsenen Kindern und vier Enkelkindern liebt er das turbulente Familienleben auf dem Dorf.

Redakteur Wolfried Pätzold stellte ihm die 20 Fragen zum Sonnabend.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?

Neckel:
Mein Dorf und natürlich der Pingelhof gefallen mir sehr. Als naturverbundener Mensch schätze ich die dörfliche Beschaulichkeit. Schließlich bin ich auf einem Bauernhof in Vellahn aufgewachsen und habe in Domsühl vor mehr als 20 Jahren eine neue Heimat gefunden.

Wären Sie Bürgermeister, was würden sofort ändern?

Das lässt sich nicht so leicht beantworten. Mir wäre aber vor allem wichtig, die Infrastruktur im Dorf zu fördern und zu erhalten. Ich komme aus einem Dorf, wo alles vorhanden war. Für die Ansiedlung neuer Bewohner ist es schließlich sehr wichtig, dass es auch künftig eine Schule, einen Kindergarten und möglichst Geschäfte gibt.

Wo kann man Sie in der Region am ehesten antreffen?

In meiner Bachstube, seit einiger Zeit aber auch bei meinen geliebten Ponys und im Sommer auf dem Pingelhof.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich habe als Jugendlicher bei meinem Vater in der Backstube geholfen und das oft schon von vier bis sechs Uhr vor dem Aufstehen.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Ich wollte mir unbedingt ein Moped KS 50 kaufen und habe dafür tüchtig gespart. In der 10. Klasse war es dann soweit und ich konnte mit dem Moped nach Brahlstorf zur Schule fahren. Da war ich sehr stolz und habe nicht nur den Mädchen imponiert.

Was würden Sie gerne können?

Mehr handwerkliches Geschick gehört dazu. Ich würde aber auch gerne richtig Tennis spielen können. Ansonsten bin ich mit dem zufrieden, was ich kann.

Was stört Sie an anderen?

Wenn Menschen rechthaberisch und nicht ehrlich sind oder auch überheblich, stört mich das schon sehr.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Da ich mit meiner Frau, zwei erwachsenen Kindern und vier Enkelkindern unter einem Dach wohne, ist bei uns immer etwas los und es gibt jede Menge Anlass, um herzlich zu lachen. Alle sind sehr lebhaft und es macht zusammen viel Spaß.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Aus Sicht meiner Familie war es die Anschaffung der Ponys. Inzwischen sind es drei Tiere, die ich sehr gerne mag.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Jogi Löw schätze ich sehr. Sein Führungsstil ist vorbildlich und ich mag seine Art, mit den Spielern und Fans umzugehen. Der Mann hat einfach viele gute Eigenschaften und hat seine Jungs im Griff.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich lese vor allem meine Parchimer Zeitung täglich. Darüber hinaus gehören derzeit Fachbücher über Ponys und Pferde zu meiner Lektüre.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Obwohl ich mit wenigen Stunden Schlaf auskomme, fehlt oft die Zeit. Dennoch schaue ich vor allem Sport sendungen, außer übers Angeln oder Schach. Und das Nordmagazin verpasse ich selten.

Wo trifft man Sie eher: Auf dem Sportplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?

Vor dem Fernseher genieße ich Liveübertragungen. Da ich aber auch als Sponsor in Aktion trete, gehe ich gerne auch mal auf den Sportplatz.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den XXL-Ostfriesen Tamme Hanken. Der Knochbrecher hat eine sehr symphatische Art, die mir imponiert.

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch?

Es ist die Mecklenburger Küche mit Rippenbraten, Kohl- und Rinderroulade und seltener Fisch. Meine Frau kocht vor allem und sehr gut.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Es sind die Titel aus der Jugendzeit. In der Backstube läuft auch meistens ein Radio, aber eher dezent.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?

Meine Frau hat heimlich gespart und mich damit überrascht, dass wir uns als erstes Auto einen gebrauchten Wartburg 311 kaufen konnten. Damit bin ich sehr stolz zur Meisterprüfung gefahren und habe sie auch bestanden.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich würde gerne Deutschland besser kennen lernen. Anfang der 90er Jahre haben wir mal eine Mehr-Tages-Rundfahrt durch das Land gemacht und ich erinnere mich noch heute gerne daran. Leider gab es in den vergangenen Jahren keine Möglichkeit für Urlaub, so dass wir das Reisen wohl später nachholen müssen.

Wo machen Sie am liebsten Urlaub?

Bislang zu Hause mit den Enkelkindern oder mit einem kurzen Ausflug in die unmittelbare Umgebung.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Herrn Egon Schulz. Er ist gerade 70 geworden und langjähriger Wirt des Domsühler Eichenkruges und hat sicher viel zu erzählen.

 

von: Wolfried Pätzold

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Austauschschüler aus Übersee bei Pingels zu Besuch

(19.04.2012) Alt Damerow: Amerikanische Austauschschüler, die für zwei Wochen im Goethe-Gymnasium Ludwigslust zu Gast sind, besuchten den legendären Pingelhof am Rande der Lewitz. Museumsführerin Kerstin Zimmermann führte die jungen Leute über die weitläufige Hofanlage und brachte ihre Gäste zum Staunen. Die jungen Amerikaner wollten es kaum glauben, dass mit den Pingels fast 400 Jahre lang nur eine Familie in diesem Haus gewohnt hat. In Amerika zieht man leichten Herzens um und schätzt bereits eingerichtete Häuser. Schließlich kam auch zur Sprache, dass einige der Austauschschüler deutsche Vorfahren haben. Von: kezi

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Ostersonne strahlte überm Pingelhof

(10.04.2012)

Alt Damerow: Ohne die Böller des Schützenvereins aus Matzlow-Garwitz eröffneten am Ostersonntag Museumschefin Kerstin Zimmermann, Bürgermeister Heinz Ullmann und Pingelhof-Vereinschef Hermann Freude die neue Saison auf dem Jahrhundert alten Bauerngehöft. "Der Wetterbericht hatte eigentlich für diesen Tag schlechteres Wetter angekündigt und so wurden einige Absagen getätigt", hieß es vor Ort. Dass Petrus sich nicht an diese Vorhersagen hielt, sondern die Sonne trotz kühler Temperaturen strahlen ließ, wurde von vielen Gästen sehr begrüßt.

Sie kamen nicht nur mit dem Auto oder dem Fahrrad aus der Region; einige hatten sogar hier übernachtet. "Sie reisten mit ihren Wohnwagen aus der Hansestadt Lübeck an und belebten damit wieder eine alte Tradition. Früher kamen viele mit ihren mobilen Hotelzimmern", meinte der einstige langjährige Museumsleiter Rolf Holst. Er ist zwar eigentlich Rentner aber er mischt immer noch ein wenig mit. So natürlich bei der Pingelhof-Späldeel, bei der er die technisch-organisatorischen Fäden in der Hand hält. Die Premiere am Sonntag wurde auf Grund der niedrigen Temperaturen in das angrenzende Blockhaus verlegt, da dieses geheizt werden kann. "Up de Deel wier dat sau kolt", waren sich alle einig, und im Blockhaus hatten die zahlreichen Besucher viel Freude an dem heiteren Stück "Wenn de’ Hussäg’n scheif hängt".

Warm war es auch in der Nähe des Lehmbackofens, der bereits seit einigen Tagen von Bäckermeister Joachim Neckel kräftig beheizt wurde. Die frischen Brotlaibe - vom Vollkorn über Zwiebel- bis zum Mischbrot - gingen weg, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch der Kuchen war wie immer sehr gefragt. Joachim Neckel feiert in diesem Jahr übrigens ein kleines Jubiläum: Seit 20 Jahren ist er der Pingelhofbäcker.

Gleich nebenan rührte Hilde Januscheit in den Schüsseln und tischte Erbseneintopf, Wildgulasch und Bottermelktüffel auf. Auch sie feiert ein kleines Jubiläum: Seit 20 Jahren kommt sie gemeinsam mit Werner Schüler auf den Pingelhof und bietet nicht nur selbstgekochte Suppen an, sondern auch allerlei aus der Hausschlachterei.

Auch das angekündigte Drehorgelorchester war aus Witterungsgründen nicht vor Ort, stattdessen unterhielt das VaTo-Duo aus Marnitz die Besucher mit einigen Musikrunden zusätzlich. Vater Dieter Pruhs und Tochter Brita sorgten für die richtige Stimmung und so ließen sich einige sogar zu einem Tänzchen animieren.

 

Von: Michael-Günther Bölsche

 

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Auf der Späldeel geht der Vorhang auf

(05.04.2012)

Alt Damerow: "Wenn de’ Hussäg’n scheif hängt", geht es auf dem legendären Pingelhof richtig zur Sache. Der Titel des jüngsten Stückes aus der Feder der Erfolgsautorin Lotti Jenßen verspricht auf jeden Fall viel Spaß. Am Ostersonntag, dem offiziellen Eröffnungstag der diesjährigen Museumssaison, wird um 11 Uhr zur großen Premiere auf der Dielenbühne des mehr als 400 Jahre alten Hallenhauses eingeladen. Bereits in den Wintermonaten hatten die Proben begonnen. Das Erfolgs verwöhnte Laienensemble der Späldeel tritt in gleicher Besetzung wie in den Vorjahren an. Schon beim Einstudieren der Texte hatten sie viel Freude. "Die plattdeutsche Sprache bietet gute Möglichkeiten, die wir gerne nutzen. Der Funke springt auf das Publikum einfach schnell über", freut sich Lotti Jenßen, die nicht nur erneut die Idee für das Stück hatte, sondern auch selbst mitspielt. Da die rund 80 Plätze der ersten Vorstellung am Sonntag aus Erfahrung schnell ausgebucht sein werden, ist für 13.30 Uhr eine zweite Vorstellung fest eingeplant. Der Eintritt in der Späldeel beträgt drei Euro.

Ganz nach dem Dichterwort von Eduard Mörike "Frühling lässt das blaue Band wieder flattern durch die Lüfte ...", freut sich das Pingelhofteam nach mehrmonatiger Winterpause auf den bevorstehenden Start in die 24. Museumssaison. Bei einem großen Frühjahrsputz haben kürzlich die Mitglieder des rührigen Fördervereins auf der weitläufigen Hofanlage für rein Schiff gesorgt. Am Ostersonntag ist man auf viele Besucher aus nah und fern eingestellt. Nach der Begrüßung gegen 10.30 Uhr lassen es die Schützen aus Garwitz beim Anböllern kräftig krachen. "Das dürfte Väterchen Frost in den hintersten Winkel verschlagen", glaubt Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Nach der Theaterpremiere (Beginn 11 Uhr) lassen es Sigrid und Norbert Niemann mit ihrem Drehorgelorchester "rundgehen". Von 14.30 bis 16.30 Uhr sorgt Dieter Pruhs und Tochter Brita (besser bekannt als Vato-Duo) für Unterhaltung unter dem Motto "Von der Waterkant bis zum Alpenrand). In der Zwischenzeit können die Besucher die kulinarischen Köstlichkeiten genießen, die von verschiedenen Köchen und Hofbäcker Joachim Neckel zubereitet werden.

Etwas ganz Besonderes erwartet die Technikfans. Mitarbeiter einer Projektgruppe der ABS Parchim haben eine Kartoffelkombine und einen Traktor ZT 300 fachgerecht restauriert, die nun im alten Glanz die agrarhistorische Ausstellung auf dem Pingelhofaußengelände bereichern.

 

von: Wolfried Pätzold

 

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Pingelhof pünktlich frühlingsfein

(20.03.2012)

Nicht nur die Natur ist quasi über Nacht erwacht, sondern auch die vielen fleißigen Frühjahrsputzer haben ganze Arbeit geleistet. Zum heutigen kalendarischen Frühlingsbeginn präsentiert sich der legendäre Pingelhof - mit mehr als 400 Jahren eine der ältesten Hofanlagen Norddeutschlands - von seiner schönsten Seite. Noch vor wenigen Tagen herrschte hier Winterruhe, lag eine dicke Staubschicht auf dem historischen Inventar und Laub bedeckte Grasflächen sowie den Bauerngarten. Doch das sollte sich schnell ändern. Hermann Freude, Vorsitzender des Fördervereins und Museumsführerin Kerstin Zimmermann hatten zum großen Frühjahrsputz geladen und zwei Dutzend Helfer rückten mit Laubbesen, Teppichklopfer, Staubwedel und Harke an und nach wenigen Stunden war das riesige Hofgelände nicht wieder zu erkennen. "Wir freuen uns, dass es bald wieder los geht", ist sich Kerstin Zimmermann mit ihren Mitstreitern einig.

Die Vorbereitungen der neuen Saison sind im Wesentlichen abgeschlossen. "Am 1. April, und das ist natürlich kein Scherz, öffnen sich um 10 Uhr die Tore. Der offizielle Auftakt wird traditionell am Ostersonntag groß gefeiert", sagt Kerstin Zimmermann. Am 8. April läuten die Schützen aus dem benachbarten Garwitz die Saison mit zünftigen Böllern lautstark ein. Erwartet werden auch das beliebte Vato-Duo und schon am Eröffnungstag kommen die vielen Freunde des plattdeutschen Theaters auf ihre Kosten. Das Ensemble der Späldehl lädt zur Premiere ihres neuen Stücks "Wenn de Hussäg’n scheif hängt" aus der Feder von Lotti Jenßen ein. Eins sei bereits verraten: Auf der Dielenbühne geht es wieder richtig zu Sache und am Ende dürfte in den Zuschauerreihen kein Auge trocken bleiben.

Auch für Hofbäcker Neckel steht ein besonderes Jahr bevor, denn seit genau 20 Jahren beschickt er den Lehmofen.

Auch die Fans historischer Technik dürften große Augen bekommen. Mitarbeiter der ABS Parchim haben wieder einmal ein Wunder vollbracht und aus einem schrottreifen Kartoffelroder ein Museumsexponat gemacht, dass nicht nur originalgetreu aussieht, sonder auch wieder voll funktionstüchtig ist. Und auch die dafür erforderliche Zugmaschine, ein ZT 300 aus DDR-Produktion, wurde fachgerecht restauriert. "Das ist eine wertvolle Bereicherung der Ausstellung", meint Hermann Freude und sieht dennoch dunkle Wolken auf dem Pingelhof aufziehen. "Arbeitsmarktprojekte wird es wohl kaum noch geben. Damit geht für den Pingelhof die dringend benötigte Unterstützung verloren. Das wird mit ehrenamtlichen Helfern wohl kaum zu ersetzen sein", gibt der Fördervereinsvorsitzende zu bedenken. Noch stemmt die Gemeinde Domsühl die Kosten des Hofes. Ob dies auch in der Zukunft möglich ist, bleibt fraglich.

Von: Wolfried Pätzold

 

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Treckerlegende liebevoll aufpoliert

(23.02.2012)

Alt Damerow: Davon haben die Mitstreiter des Fördervereins vom Pingelhof schon lange geträumt: Die Treckerlegende "ZT 300" bereichert in Kürze die umfangreiche Techniksammlung des agrarhistorischen Museums am Rande der Lewitz. Als Fördervereinschef Hermann Freude das Angebot eines Spenders aus Raduhn bekommen hatte, den in die Jahre gekommenen Traktor zu übernehmen, war noch nicht abzusehen, dass diese Zugmaschine in altem Glanz und voll funktionsfähig nach Alt Damerow kommen würde. Anfang vergangenen Jahres hat die Arge in Parchim grünes Licht gegeben, damit Mitarbeiter von Projektgruppen der ABS Parchim die fachgerechte Restaurierung in Angriff nehmen konnten. So wie in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert, sollte die Maßnahme dazu dienen, die Ausstrahlungskraft des mehr als 400 Jahre alten Pingelhofes für Besucher aus nah und fern zu erhöhen. "Mit der Aufarbeitung des Traktor ZT 300 haben wir einen wichtigen Baustein für die Erweiterung des multifunktionellen Zentrums hinzugefügt", meint ABS-Chef Carsten Schwarz.

Unter fachlicher Anleitung von Fredi Kösterke konnten die ABS-Mitarbeiter auf Zeit dem Technikveteranen wieder Leben einhauchen. Zunächst wurde der Traktor komplett demontiert, Mängel und Defizite beseitigt und Einzelteile aufgearbeitet. Die Farbgebung entspricht dem Original. "Unsere Mitarbeiter haben gute Arbeit geleistet, ihre Kenntnisse aufgefrischt und die Erwartungen an eine fachgerechte Restauration komplett erfüllt", sagt Kösterke.

Der Zugtraktor ZT 300 war seit 1967 im Traktorenwerk Schönebeck (Elbe) des VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen als Nachfolgemodell der Famulus-Baureihe produziert worden. Der ZT 300 hatte eine Regel- und Krafthydraulik und wurde von einem 90-PS-Motor angetrieben. Die Leistung wurde später auf 100 PS erhöht. Der "ZT" wie ihn die Bauern nannten, erfreute sich sogar im Ausland großer Beliebtheit. Von 1967 bis 1984 wurden mehr als 72 000 dieser Traktoren gebaut.

Nachdem für den Pingelhof bereits ein Kartoffelroder funktionstüchtig restauriert werden konnte, steht nun mit dem ZT 300 auch die passende Zugmaschine zur Verfügung. Schon bei Saisoneröffnung zu Ostern haben die Besucher die Möglichkeit, die neuen Exponate zu bestaunen.

 

von: Wolfried Pätzold

 

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Die Balance finden

(01.09.2011)

ALT DAMEROW - Nachdem Angelika Holter und Dieter Müller aus Hof Bergrade in der SVZ gelesen hatten, dass auf dem Pingelhof wieder einmal zum Gesundheitstag eingeladen wird, wollten sie sich diese Chance nicht entgehen lassen. "Wir interessieren uns für alternative Gesundheitsmethoden und da bietet es sich an, die Angebote zu vergleichen", sind sich beide einig. Am Info-Stand von Ines Förster, die beide zu einer kleinen Klangreise einlädt, werden sie fündig. "Der Pingelhof bietet uns die Möglichkeit, uns vorzustellen", freut sich Ines Förster, die zusammen mit Kati Tilhein und Sylvia Just von der Schweriner Salzgrotte gekommen ist. "Das Interesse für unsere Angebote steigt. Der Bedarf, Erholung für Körper und Seele zu finden, ist groß", wissen die Frauen. Mit der öffentlichen Präsentation vor der Kulisse der historischen Hofanlage nehmen sie manchem Besucher die Scheu, sich für die Empfehlungen zu interessieren.

Gefragt waren gestern auch die Beratungen zur gesunden Ernährung. Zu den Tipps gab es natürlich die entsprechenden Kostproben. Wer gesundes Brot genießen wollte, war bei Hofbäcker Joachim Neckel richtig.

Am Stand von Ilja Wolff aus Groß Pankow ging es um die "Mikroorganismen", die für Mensch, Tier und für den Garten unverzichtbar sind.

Zufrieden war auch Organisatorin Dolores Lange. "Wir verstehen uns als Partner der Schulmedizin. Immer mehr Menschen erkennen, dass sie selbst mehr Verantwortung übernehmen müssen", meint die selbstständige Heilerin aus Raduhn.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Bei Pingels beginnt die neue Saison

(13.04.2011)

ALT DAMEROW - Ein Staubwedel war in den vergangenen Tagen das wichtigste Arbeitsgerät von Museumsführerin Kerstin Zimmermann. In den winzigen Stuben des rund 400 Jahre alten Dielenhauses auf dem Pingelhof haben sich in den Winterwochen Spinnweben und Dreckflusen angesammelt. "Das ist wie in jedem Haushalt. Jetzt ist die beste Zeit für den großen Frühjahrsputz, der auf dem Pingelhof aber etwas umfangreicher ausfällt", meint die Chefin des agrarhistorischen Museums. Und weil sie das natürlich nicht alleine bewältigen kann, haben ihr auch in diesem Jahr die Mitglieder des emsigen Fördervereins tatkräftig unter die Arme gegriffen. Vor wenigen Tagen sind sie mit Harke, Schaufel und Besen angerückt und haben das gesamte Gelände der ältesten Hofanlage in Mecklenburg auf Vordermann gebracht. Die ersten Museumsbesucher der neuen Saison konnten sich vom großen Fleiß der "Pingelhof stammbesatzung" bereits überzeugen.

Mit der Winterruhe, die es eigentlich gar nicht gegeben hat, ist es hier nun endgültig vorbei. Mitarbeiter einer Projektgruppe der ABS waren auch bei Schnee und Frost mit der Restaurierung von Exponaten beschäftigt. Bevor eine der legendären Kartoffelerntemaschinen aus DDR-Zeit wieder funktionstüchtig zu sehen ist, dürften aber noch einige Monate vergehen.

Wie in den Vorjahren soll am Ostersonntag die Saisoneröffnung ganz offiziell vollzogen werden. Angesagt haben sich dazu die Schützen aus Garwitz, die für einen lautstarken Auftakt sorgen werden. Ruhiger und dafür stimmungsvoll dürfte es an diesem Tag zugehen, wenn das Mecklenburger Drehorgelorchester aus Lübstorf am Ostersonntag zum ersten Mal auf dem Pingelhof aufspielt. Hofbäcker Joachim Neckel sorgt mit seinem Team in gewohnter Weise für die kulinarischen Genüsse.

Museumsführerin Kerstin Zimmermann hat die zurückliegenden Wochen auch genutzt, um das Jahresprogramm zusammen zu stellen. "Neben den traditionellen Veranstaltungen laden wir im Mai zum ersten Mal zu einem Seniorenball mit plattdeutschem Theater und Live-Musik ein. Aber auch an diesem Tag sind nicht nur ältere Besucher, sondern jedermann herzlich willkommen", betont Kerstin Zimmermann. Im Sommer wird es auch eine Neuauflage eines Gesundheitstages in Alt Damerow geben. Der Pingelhof ist bis Ende Oktober täglich außer am Montag von 10 bis 17 Uhr für Gäste aus nah und fern geöffnet. Auch am Ostermontag öffnen sich hier die Tore.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Pingels feiern Fest für den Gaumen

(01.10.2010)

ALT DAMEROW - Mit der Hausschlachtung ging auch früher bei Pingels das Jahr zur Neige. "Wenn die Ernte erledigt war und die Temperaturen deutlich sanken, wurde in den Dörfern geschlachtet. Das bedeutete einerseits sehr viel Arbeit, war andererseits aber auch etwas ganz Besonderes", weiß Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Nicht selten sprechen sie die Besucher im Agrarhistorischen Museum auf ein altes Foto an, dass der Parchimer Fotograf Willi Voß in den Nachkriegsjahren in seinem Heimatdorf Stolpe aufgenommen hat. Darauf ist ein Bauer zu sehen, der im Freien ein Schwein zerlegt.

Wenn am Sonntag mit einem zünftigen Schlachtefest an diese Tradition erinnert wird, bringt Fleischermeister Wachter aus Neustadt-Glewe die Schweinehälften bereits grob zerlegt mit. Und trotzdem brauchen die Besucher auf das Flair einer Hausschlachtung keinesfalls verzichten. Der Duft von deftiger Wurst, die nach überlieferten Rezepten entstand, und von Speck aus der Räucherkammer garantieren einen Genuss für den Gaumen. Angeboten werden an diesem Tag auch die Domsühler Erbsensuppe und der klassische Mecklenburger Rippenbraten. Selbst Honigwein ist zu haben.

Bei dieser Veranstaltung zum Saisonfinale kommen auch die Kulturliebhaber noch einmal auf ihre Kosten. Gleich zweimal öffnet sich der Vorhang der Späldeel. Wer das Erfolgsstück "Opa wird verköfft" noch nicht gesehen hat, bekommt eine vorerst letzte Chance. Zum Mitsingen und Tanzen lädt das Duo VaTo ein.

 

von Wolfried Pätzold

 

 

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Hier hat Frau den Hut auf

(10.05.2010)

Alt Damerow - Auf dem ältesten Bauernhofensemble im Landkreis Parchim hat eine Frau den Hut auf. Kerstin Zimmermann ist im Agrarhistorischen Museum Pingelhof Museumsführerin mit Leib und Seele. Sie macht Jung und Alt mit der Geschichte des mehr als 400 Jahre alten Hofes bekannt und organisiert auch die kulturellen Höhepunkte.

SVZ-Redakteur Wolfried Pätzold stellte ihr 20 Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Parchimer Land?
Eindeutig auf dem Pingelhof. Hier ist es wirklich wunderschön und man trifft die nettesten Menschen.

Was würden Sie als Bürgermeisterin beispielsweise in Parchim sofort ändern?
Dazu kann ich mir kein Urteil erlauben. Das überlasse ich kompeteren Leuten, die sich damit auskennen.

Wo kann man Sie in der Parchimer Region am ehesten treffen?
Auf dem Pingelhof. Ich habe den schönsten Arbeitsplatz auf der ganzen Welt.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe als Schülerin Samstags und Sonntags im Altenheim gearbeitet.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für die grüne Ausgabe vom "Herrn der Ringe". Dafür ist fast ein ganzes Monatsgehalt draufgegangen. Hundert Mark hat das Buch gekostet. Es war jede Mark wert und ist immer noch eines meiner Lieblingsbücher.

Was würden Sie gerne können?
Musizieren. Ich habe mir vor einigen Jahren eine Harfe gegönnt und übe, wenn ich Zeit habe. Es macht soviel Freude, aber ich tue mich doch schwer damit. Letztes Jahr habe ich ein Tafelklavier von 1850 gekauft. Damit möchte ich mich nun auch bald befassen.

Was stört Sie an anderen?
Am meisten: Intoleranz. Jeder Jeck ist anders.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich habe drei Hunde und sechs Katzen, die friedlich miteinander in einem Korb schlafen. Die sorgen mitunter für richtige Tierspäße.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
In der vergangenen Woche habe ich einen verrückten Hut gekauft. Ich liebe Hüte. Meine Mutter sagte immer: "Nichts belebt so sehr wie ein neuer Hut."

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Mann. Er ist mein Streiter auf weißem Roß, der für die Verfolgten eintritt. Er hat viel Geduld und Humor. Zwei Eigenschaften, die er wohl auch mit mir braucht.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich habe immer mehrere Bücher "in Arbeit". Je nach Lust und Laune lese ich dann mal in diesem oder jenem weiter. Bücher sind für mich Grundnahrungsmittel und ich gehe nicht ohne aus dem Haus. Meine Favoriten sind im Augenblick die "Ilias" von Homer und "Darwin und die Götter der Scheibenwelt" von meinem Lieblingsautor Terry Pratchett.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Prof. Harald Lesch auf Bayern alpha und Dr. House.

Wo trifft man Sie eher: Bei einem Spiel des Parchimer Fußballclubs PFC oder bei den Volleyballerinnen des PVC?
Bei keinem der beiden Sportclubs. Ich treibe lieber selber Sport, als anderen dabei zuzusehen.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Captain Kirk und Spock, die Helden meiner Kindheit, die in mir die Liebe zu Sience Fiction geweckt haben.

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Von jedem etwas. Ich liebe es, etwas Neues zu probieren und zu genießen.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Es ist das Lied "Der liebe Herrgott geht durch den Wald". Das haben meine Mutter und meine Oma im Duett gesungen, wenn wir früher mit dem Auto unterwegs waren. Daran erinnere ich mich gerne.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe mal als Werbegeschenk von einem Buchversand das Gedicht "Desiderata" von Max Ehrmann bekommen. Ich fand es so treffend, dass es jetzt in meinem Badezimmer hängt, damit man es jeden Tag sehen kann.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte einmal einen Wal berühren. Diese Tiere beeindrucken mich zutiefst.

Was werden Sie als Rentner machen?
Ich habe fest vor, 130 Jahre alt zu werden, also geht als Rentnerin die Party erst richtig los. Ich werde malen und musizieren. Und Motorrad fahren lernen. Und Ballett lernen. Und ...

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Wolfgang Kaelcke, dem Chef des Parchimer Museums. Wir kennen uns nicht, haben aber schließlich beide großes Interesse an der regionalen Geschichte.

 

Wolfried Pätzold

 

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Neu bei Pingels: "Opa ward verköfft"

(27.04.2010)

ALT DAMEROW - Die Lichter gehen an. Auf der rustikalen Dielenbühne wird die Deko zurecht gerückt. "Nun geht es aber los!", gibt Lotti Jenßen bestimmt aber freundlich das Kommando. Rolf Holst hat es sich in einem Sessel im Stil der 50er-Jahre bequem gemacht. Das steht ihm auch zu, denn schließlich ist er als Opa Franz die Hauptperson. Was der nette ältere Herr noch nicht ahnt, seine liebe Verwandtschaft hat es auf sein Geld abgesehen. Dafür ist Anni, Else, Kurt, Paul, Erna und Josi fast alles Recht. "Opa ward verköfft", ist sich die illustere Gesellschaft einig.

Wie kann es anders sein, auch auf der Pingelhofbühne dreht sich in Zeiten der globalen Finanzkrise alles um das liebe Geld. Doch einen feinen Unterschied gibt es, denn Lotti Jenßen hat als Autorin ihres sechsten plattdeutschen Stückes selbst beim Thema "Geld" den Humor nicht verloren.

Die Laienschauspieler, die seit nunmehr sechs Jahren auf dem legendären Pingelhof in Alt Damerow ihre künstlerische Heimat gefunden haben, sind mit dem Herzen bei der Sache. Und doch ist in diesem Frühjahr einiges anders. "Wir konnten im Winter kaum proben. Und auch kurz vor der Premiere sind die Bedingungen vor Ort etwas schwierig", meint Rolf Holst, der nicht nur eine Hauptrolle übernommen hat, sondern auch für die Organisation der Truppe verantwortlich zeigt. Bei der vorletzten Probe sitzt bei vielen der Text noch nicht richtig und in dem niederdeutschen Hallenhaus herrschen lausige Temperaturen. "Da haben wir noch einiges zu tun", weiß auch Lotti Jenßen, die sich als Autorin und Schauspielerin auf der Späldeel einen Lebenstraum erfüllt. Sie trifft nicht nur bei ihren Mitstreitern in Schwarze, sondern offensichtlich auch bei den Zuschauern. Am Sonntag, dem 2. Mai, können die Fans des plattdeutschen Theaters um 11 Uhr die Premiere und gg. 14 Uhr eine zweite Aufführung des neuen Stücks auf dem Pingelhof erleben.

Zwischen den Aufführungen sorgt die Volkstanz- und Trachtengruppe aus Parchim für Unterhaltung. "Wir weihen damit unsere neue Tanzfläche ein", freut sich Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Auch ein zweiter Weidendom kann in Augenschein genommen werden. Hofbäcker Joachim Neckel sorgt mit seinem Team in bewährter Weise für die kulinarische Betreuung der Gäste, die aus nah und fern ins Lewitzdorf kommen. Und schon am 30. Mai wird zum Western- und Countrytag eingeladen.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Buga-Jahr für Pingels ein Erfolg

(14.09.2009) ALT DAMEROW - Auf dem legendären Pingelhof am Rande der Lewitz gab es an diesem Wochenende noch einmal Grund zum Feiern. Im Jubiläumsjahr wurden mehr Gäste als im Vorjahr gezählt und die Museumsanlage weiter ausgebaut.

Böllerschüsse der Schützen aus dem benachbarten Garwitz leiteten am Sonntag lautstark den abschließenden Höhepunkt der Jubiläumssaison auf dem beliebten Hof am Rande der Lewitz ein. Viele Pingelhoffans waren gekommen, um sich das traditionelle Schlachtefest nicht entgehen zu lassen. Und die Besucher sind sind mit dem Team des Freilichtmuseums einig: Es war wieder eine gelungene Saison. "Es war ein Glücksfall, dass 20 Jahre Freilichtmuseum und die Bundesgartenschau diesmal zusammen fielen", freut sich Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Das dürfte aus ihrer Sicht auch dazu beigetragen haben, dass die Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr wieder angestiegen sind. Unvergessen ist der Auftritt des Pingelhofteams auf der Bundesgartenschau in Schwerin. Dort wurde die Möglichkeit genutzt, die mehr als 400 Jahre alte Museumsanlage bekannten zu machen. Das gelang erneut auch dem Ensemble der Speeldähl, das ihr fünftes Stück aufführte.

 Zum Erfolg haben viele Mitstreiter, darunter die Mitarbeiter von ABS und UEG aus Parchim , beigetragen, die den weiteren Ausbau der Hofanlage seit Jahren voranbringen. Zusammen mit dem Förderverein werden neue Ideen entwickelt, um die Exponate besser präsentieren zu können.

Einer der Höhepunkt war auf dem gestrigen Fest der Auftritt des Duos VaTo (Dieter Pruhs und Brita Zadrazil) aus Marnitz. Sie hatten ihren Fanclub mit nach Alt Damerow gebracht, der sie in diesem Jahr schon bei rund 15 Konzerten im ganzen Land begleitet und tüchtig angefeuert hat.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Zum Schlachtefest auf den Pingelhof

(06.09.2009) ALT DAMEROW - Auch im Freilichtmuseum Pingelhof Alt Damerow neigt sich die diesjährige Saison dem Ende entgegen. Bevor sich Ende Oktober für mehrere Monate die Tore schließen, wird am Sonntag noch einmal zünftig gefeiert. Eingeladen sind Gäste aus nah und fern zum traditionellen Schlachtefest. Fleischermeister Torsten Wachter aus Neustadt-Glewe sorgt für Schlachte festtypisches aus der eigenen Produktion. Hofbäcker Joachim Neckel bietet leckeren Kuchen und Brot feil.

Aber an diesem Sonntag soll den Besuchern zum Abschluss des Jubiläumsjahres - das Museum ist vor genau 20 Jahren aus der Taufe gehoben worden - auch kulturell einiges geboten werden. So wird in diesem Herbst zum vorerst letzten Mal das Ensemble der Spähldeel auf der Dielenbühne auftreten. Seit Mai war das fünfte Stück aus der Feder von Erfolgsautorin Lotti Jenßen auf dem Pingelhof bereits sechs Mal zu sehen. Um 13 Uhr geht am Sonntag der Vorhang auf.

Bereits zur Mittagszeit kommen Haushaltsgegenstände aus Omas Zeit unter den Hammer. Es sind Dinge, die zwar keinen musealen Wert besitzen, aber so manche Erinnerung wach rufen dürften. Der Erlös soll für den Ankauf neuer Exponate verwendet werden. Lotti Jenßen vom Förderverein schwingt den Hammer.

Das VaTo-Duo aus Marnitz (Dieter Pruhs und Tochter Brita) sorgen für die Unterhaltung der Gäste.

 

von wolp

 

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Spieler mit den Schottenröcken boten viele kleine Premieren

(01.06.2009) ALT DAMEROW - Wettergott Petrus scheint kein Freund der Dudelsackspieler zu sein. Am Sonnabend versuchte er mit seinen regnerischen Störmanövern das zweite Dudelsacktreffen auf dem Pingelhof in Alt Damerow zu stören. Doch das gelang ihm nur teilweise, denn lange harrten die Freunde aus und lauschten unter Regenschirmen oder unter dem Dach der Ausstellungsfläche der schottischen Musik.

 

Mit dabei waren in diesem Jahr u.a. Clan Maclanborough aus Kladrum, die Dresdener Pipes and Drums, die First Saxoni Highlander, die Ultown Piper & Drums aus Peine sowie George Getty aus Dundee (Schottland). Dieser musikalische Genuss ist zugleich der Abschluss eines Workshops, der in diesem Jahr in Slate stattfand und auf dem der Pipemajor Hans-Joachim Kummerlöw von der Kladrumer Dudelsackgruppe "Clan Maclanborough" mit den Teilnehmern technische und musikalische Neueinstudierungen vornahm.

So gab es für die vielen Besucher auch viele kleine Premieren zu erleben und kleinste Fehler wurden großzügig übersehen bzw. überhört.

Das Konzert auf dem Pingelhof war gewürzt mit vielen Informationen rund um die Schotten, von der Kleidung bis hin zu den Instrumenten, die sehr humorvoll vorgetragen wurden.

 

von migb

 

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Gesundheitstag auf dem Pingelhof am 30.08.2009

(30.04.2009)

mehr Informationen finden Sie unter dem nebenstehenden Link

[www.naturpurtag.de]

Einladung

(30.04.2009)  

Förderverein - Pingelhof - Alt Damerow e.V.

 

E i n l a d u n g

Hallo, ehemalige Kolleginnen und Kollegen!

 

Es ist wieder soweit, wir laden ein zum Treffen ehemaliger Leitungskader und Mitarbeiter aus

 

  • - LPG, VEG, GPG und KOE
  • - Handels- und Verarbeitungsbetrieben
  • - Bank für Landwirtschaft
  • - Rat des Kreises, Abt. Landwirtschaft
  • - Tierärzte

 

am Freitag, dem 19. Juni 2009, um 14.00 Uhr,

auf dem Pingelhof in Alt Damerow.

 Ablauf: 

       - gemeinsame Kaffeetafel

       - Theaterbesuch

 

Für die An- und Abreise ist jeder selbst zuständig.

Selbstverständlich sind die Ehepartner bzw. Lebensgefährten mit eingeladen.

 

Kostenbeitrag pro Person 12,00 Euro

Telefonische Rückmeldung bis 31.05.2009 unter den Rufnummern

(038728) 2 01 11 oder (03871) 21 29 84.

 

Auf baldiges Wiedersehen!

 

 Vera Gratzki              Rolf Holst

 

Wenn `t in `t Hus spöken deiht

(29.04.2009) ALT DAMEROW - Der Festreigen zum 20. Geburtstag des Pingelhofmuseums erlebt am 3. Mai in Alt Damerow einen weiteren Höhepunkt. Das Ensemble der plattdeutschen "Späldeel" lädt zur Premiere ihres fünften Stückes mit dem Titel "Wenn´t in´t Hus spöken deiht".

Unheimliche Geräusche sorgen im mehr als 400 Jahre alten niederdeutschen Hallenhaus auf dem Pingelhof für Aufregung. Alma und Dora haben sie gehört und Hein und Korl wollen es nicht glauben. Die Sache ist so schlimm, dass nun eine Wahrsagerin hinzugezogen wird. Wie die Sache ausgeht, bleibt ein Geheimnis, dass erst am Sonntag, dem 3. Mai, gelüftet werden soll. Denn an diesem Tag, der ganz im Zeichen des 20. Geburtstages des Pingelhofmuseums steht, lädt das Laienensemble der plattdeutschen "Spähldeel" zur Premiere ihres fünften Stückes ein. Und dies dreht sich diesmal ums Spöken, den Spuk im Haus. Erfolgsautorin Lotti Jenßen hat sich die Geschichte ausgedacht und übernahm wie in den Vorjahren als Alma eine der Hauptrollen. Die 18 Mitglieder des Theaterensembles hatten ihren Spaß schon bei den wochenlangen Proben und versprechen: Auf dem Pingelhof wird es wieder drollig! Nach der ersten Vorstellung, die am Sonntag um 11 Uhr beginnt, ist eine zweite Aufführung für 13 Uhr geplant.

Der Festreigen zum 20. Geburtstag des agrarhistorischen Museums auf dem Pingelhof geht nach der gelungenen Saisoneröffnung weiter. Neben der Theaterpremiere wird auch kulinarische und musikalische Kost geboten. Auch die Modegruppe "Drüber&Drunter" tritt am Nachmittag auf. "Bei uns tauchen die Besucher in eine fast vergessene Welt ein. Ältere entdecken Bekanntes und junge Leute staunen wie die Leute früher auf dem Land gelebt haben", weiß Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Es sei ein Verdienst vieler engagierter Menschen aus der Region, dass sich dieses Museum so gut entwickeln konnte.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Pingels neuer Ofen eingeweiht

(06.04.2009) ALT DAMEROW - Pünktlich zum bevorstehenden Saisonstart am Ostersonntag steht auf dem Pingelhof in Alt Damerow wieder ein Lehmbackofen zur Verfügung. Der verschlissene Museumsofen aus den 80-er Jahren wurde von Experten der Ziegelei Benzin durch einen Neubau ersetzt.

 

Nach mehr als 40 Jahren Berufserfahrung als Bäckermeister gab Joachim Neckel am Donnerstagabend unumwunden zu, dass er an diesem Tag mit Lampenfieber ans Backen geht. Schließlich sollten zum ersten Mal Brote im neuen Lehmbackofen hergestellt werden. Und dieser Ofen ist schließlich etwas ganz Besonderes. Er besteht im Wesentlichen aus Lehm und wurde von Experten der Ziegelei Benzin für den Pingelhof, einem der ältesten Bauernhöfe Norddeutschlands, gebaut. Bereits Ende der 80-er Jahre hatte der inzwischen verstorbene Hermann Lembke hier den ersten Museumsbackofen aufgebaut, der in den Folgejahren mehrfach ausgebessert werden musste. Seit Mitte der 90-er Jahre hat Hofbäcker Joachim Neckel aus dem benachbarten Domsühl regelmäßig diesen außergewöhnlichen Ofen beschickt und die Gäste des Museums mit Pingelhofofen und leckerem Blechkuchen versorgt.

Das Museumsteam war sich mit der Gemeinde einig, dass unbedingt ein Ersatzofen her muss. Die Sparkasse Parchim-Lübz stellte dafür einen Teil der Erlöse der PS-Lotterie zur Verfügung. Im Herbst konnten die Mitarbeiter der Ziegelei mit den Arbeiten beginnen.

Bevor zum ersten Mal im Ofen gebacken werden konnte, hat Heizer Reinhard Jolitz (Alf) wochenlang mit viel Fingerspitzengefühl den Ofen trocken geheizt. Donnerstagmorgen wurde schließlich der Ofen schrittweise auf seine Backtemperatur von rund 250 Grad gebracht. "Alles muss genau stimmen, damit die Brote und anschließend der Kuchen gelingen", gibt sich der Bäckermeister angespannt. Nach rund 45 Minuten wurden die ersten knusprigen Brotlaibe mit dem Logo des Pingelhofes aus dem Ofen geholt. Das Werk ist gelungen.

von Wolfried Pätzold

 

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Pingels feiern Richtfest für ihr Buga-Projekt

(27.02.2009) ALT DAMEROW - Wer geglaubt hat, dass der legendäre Pingelhof in den Winterschlaf verfallen ist, muss sich eines Besseren belehren lassen. Mitarbeiter einer Projektgruppe der ABS Parchim haben beim Aufbau einer Schauhalle für historische Agrargeräte in den zurückliegenden Wochen tüchtig zugepackt, sodass gestern Richtfest gefeiert werden konnte. Bürgermeister Heinz Ullmann fiel ein Stein vom Herzen: "Wir stehen unter großem Zeitdruck und es ist ein ehrgeiziges Ziel, dieses Gebäude pünktlich zum Beginn der Bundesgartenschau fertigzustellen". ABS-Chef Carsten Schwarz lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Domsühl, der Arge und dem Förderverein. "Nachdem wir auf dem Pingelhof bereits ein Horizontalsägegatter, eine Kornmühle und eine Schmiede aufgebaut haben, werden wir auch das größte Projekt in hoher Qualität fertig stellen", verspricht der ABS Chef.

 

Nach der endgültigen Fertigstellung werden in der 40 mal 10 Meter großen Schauhalle, in der 50 Kubikmeter Holz verbaut werden, Agrargeräte früherer Jahrhunderte gezeigt, die bisher im Freien standen.

Dem Pingelhof, der Ostern wieder öffnet, steht die 20. Museumssaison bevor.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Pingels haben Buga fest im Blick

(23.10.2008) ALT DAMEROW - Auf dem legendären Pingelhof haben sich die Tore für Besucher vorerst geschlossen. Die Winterpause wird genutzt, um die kommende Saison vorzubereiten. Als Buga-Außenstandort will sich die historische Anlage zum 20. Geburtstag des Freilichtmuseums würdig präsentieren.

"Nach der Saison ist vor der Saison", sind sich die Museumsführer Kerstin Zimmermann und Hans-Joachim Kummerlöw nach einer ereignisreichen Saison auf dem Pingelhof einig. Nachdem sich die Tore des beliebten Freilichtmuseums am Rande der Lewitz für die Besucher geschlossen haben, bleibt Zeit für einen Rückblick und die Vorbereitung des kommenden Jahres. "Mehr Einzeltouristen und weniger Bus-Gesellschaften konnten wir in diesem Sommer bei uns begrüßen", so das Fazit von Hans-Joachim Kummerlöw. Nur rund 5000 Gäste und damit deutlich weniger als in früheren Jahren haben sich einen Einblick ins Leben der Pingels früherer Jahrhunderte verschafft. "Erfreulich ist, dass sich mehr junge Leute für die regionale Geschichte interessieren", fügt Kummerlöw hinzu.

Mit neuen Angeboten wurden neben den Stammgästen auch Besucher angelockt, die den 401 Jahre alten Hof noch nicht kannten. So konnte Hans-Joachim Kummerlöw, der seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Dudelsackspielern in Norddeutschland gehört, mit seinem Konzert "Die Schotten kommen" begeistern. Auch das Ensemble der plattdeutschen "Späldäl", die stets vor ausverkauften Rängen auf der Diele des historischen Hallenhauses auftritt, hat bei Besuchern aus nah und fern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Nicht immer hat Petrus mitgespielt. So fiel der abschließende Höhepunkt der Saison, das traditionelle Schlachtefest, im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.

Vorangekommen ist der Ausbau der Museumsanlage. Neben der Mühle entsteht eine Schmiede und für eine große Remise ist der Grundstein gelegt. "Im kommenden Jahr gehört der Pingelhof zu den Außenstandorten der Bundesgartenschau. Wir wollen uns dann noch schöner präsentieren", sagt Hans-Joachim Kummerlöw. Dafür wird bereits kräftig gewerkelt. Seit einigen Tagen ist Maurer Dietmar Kelm von der Ziegelei Benzin mit dem Aufbau eines neuen Lehmbackofens beschäftigt. Der marode Vorgänger musste dringend ersetzt werden. Mitarbeiter der ABS Parchim haben die Fundamente für eine Remise gelegt, in der historische Agrargeräte ausgestellt werden sollen. Auch der Kräutergarten bekommt eine Verjüngungskur.

Der Förderverein hat sich bereits auf Konturen des Programms für 2009 verständigt. "Das Museum begeht seinen 20. Geburtstag. Das wollen wir mit unseren Besuchern beim großen Erntefest am 13. September zünftig feiern", verrät der Museumsführer. Nach der Eröffnung am Ostersonntag ist Anfang Mai ein Frühlingsfest geplant. Und im Juni werden die Schotten erneut mit ihren Dudelsäcken erwartet.

Erstmals werden Fanfarenzüge der Region am 4. Juli 2009 in Alt Damerow um die Gunst der Besucher spielen. Für die Sieger gibt es einen Pingelhofpokal.

von Wolfried Pätzold

 

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Späldäl auf Tingeltour

(01.10.2008)

Obwohl sich die Saison auf dem Pingelhof in Alt Damerow dem Ende zu neigt, hat die hofeigene Theatergruppe "De Späldäl" noch längst keine Winterpause. Auf ihrer Tingeltour durchs Land präsentierten die Laienschauspieler jetzt auch in Dobbertin ihr aktuelles Stück "Oma will in Urlaub führn". Die Geschichte, in der der einstige Pingelhof-Museumsführer Rolf Holst und viele andere Plattdütsche aus dem Lewitzrandgebiet mitwirken, stammt aus der Feder des Parchimer Originals Lotti Jenßen. Diese schrieb nicht nur den erwachsenen Darstellern die Rollen förmlich auf den Leib, sondern brachte mit den Schwestern Caroline (16) und Juliane (9) Brandt aus Raduhn auch zwei Jugendliche gekonnt ins Spiel. In Dobbertin waren de Pingelhofspäler nicht das erste Mal zu Gast. Erwartungsgemäß konnten die sympathischen Akteure das Publikum im Nu für sich gewinnen, mit einer Geschichte, die augenzwinkernd die kleinen menschlichen Schwächen aufs Korn nimmt. Gut gesetzte Pointen sorgten für viele Lacher und das Publikum sparte nicht mit dem verdienten Beifall für die Darsteller, die aus Freude an der plattdeutschen Sprache und am Spiel durch die Lande reisen. Offiziell schließt das Stück ja mit der Pingelhof-Hymne. Doch da hatten die Laienschauspieler in Dobbertin die Rechnung ohne den berühmten Wirt gemacht. Als Zugabe servierten sie noch eine halbe Stunde mit vääl Dönjes un Vertellers taun högen.

 

von migb

 

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Eulen auf dem Pingelhof

(03.09.2008) Eulen auf dem Pingelhof

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Zauberhafte Kulisse lädt zur Klangreise ein

(01.09.2008)

ALT DAMEROW - Die top gepflegte historische Hofanlage des Pingelhofes bot am Sonnabend zum vierten Mal eine zauberhafte Kulisse für den Natur- und Gesundheitstag. Von A wie Aurafotograf über E wie Ernährungsberatung bis hin zu Y wie Yoga bereiteten mehr als 30 Partner aus der Region, aus Hamburg, Potsdam und Berlin den Besuchern einen entspannten, informativen Tag. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto "Mit der Liebe dieser Erde". Keinen Rummel, sondern etwas für die Seele wollten die Organisatoren Dolores Lange aus Parchim sowie Angelika Bielke aus Zölkow den Besuchern bieten und zugleich den Anstoß geben, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die oft nur hinter vorgehaltener Hand zur Sprache kommen oder belächelt werden. Ein Anliegen, wie gemacht für Ute Schmidt, die zum zweiten Mal den Natur- und Gesundheitstag besucht. "Ich fühle mich in der spirituellen Welt zuhause und bin immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen", gibt die Domsühlerin ganz offen zu. "Ich habe mich schon wochenlang auf diese Veranstaltung in Alt Damerow gefreut."

 

So ermunterte Ines Förster zum Beispiel die Besucher, sich unter dem Naturdach des Weidendomes auf eine Klangreise einzulassen, um tiefe Entspannung zu erfahren, Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen, neue Kraft zu tanken, auf sich selber zu hören, sich wohl zu fühlen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Einem aufgeschlossenen Publikum begegneten auch Lola Herz und Simone Radloff. Die beiden Frauen betreiben seit kurzem in Seehof eine Praxis für ganzheitliche Beratung und Prävention. Hier arbeiten sie u. a. mit Heilgesang, Sanskrit, indischen Mantren und eigenen Kompositionen mit deutschen Texten. Dem Live-Heilgesang und der Wirkung von heilenden Klängen wird demnächst auch ein Vortrag in ihrer Praxis innerhalb der Vortragsreihe Sehen - Hören - Fühlen gewidmet sein (19. September, 19 Uhr).

Gern nahm ebenfalls Marko Heckel die Einladung an, sich auf dem Gesundheitsmarkt zu präsentieren. Der Diplomgeoökologe aus Sommersdorf ist Berater für EM-Effektive Mikroorganismen und Gesteinsmehl. "Mir ist aufgefallen, dass die Besucher hier sehr offen sind und gezielt nach Information suchen", fühlt sich Marko Heckel, der Kunden in Brandenburg, Berlin sowie Mecklenburg/Vorpommern bis hin nach Sachsen und Sachsen-Anhalt betreut, auf dem Pingelhof wohl. Zufrieden, dass die Besucher tatsächlich wie im Vorfeld auf einem Flyer erbeten, "Neugierde, gute Laune und gutes Wetter mitbrachten", zeigte sich Klaus Bielke, der diesen Tag moderierte. Und so soll es auch eine fünfte Auflage des Natur- und Gesundheitstages in Alt Damerow geben - voraussichtlich in der zweiten Augusthälfte 2009.

 

von chgr

 

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Pingelhof bekommt Buga-Halle

(31.07.2008)

ALT DAMEROW - Eine Milchkanne aus Uromas Zeiten, gefüllt mit Zeitdokumenten, einer SVZ und einigen Cent, wurde gestern auf dem Außengelände den legendären Pingelhofes im Fundament einer geplanten Schauhalle versenkt. Das Agrarhistorische Museum, das im kommenden Jahr als Außenstandort der Lewitzregion bei der Bundesgartenschau 2009 vertreten sein wird, bekam dafür kurzfristig Fördermittel der Landesregierung. In der rund 400 Quadratmeter großen Halle, die von einer Projektgruppe der ABS Parchim aufgebaut wird, sollen u. a. ein historischer Dreschkasten, ein Strohschneider und eine Kartoffelrummel in Funktion zu erleben sein.

 

| von wolp

 

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Spaziergang zum Pingelhof

(23.07.2008)

Am 23.07.2008 hatten die Kinder der Kirchgemeinde "Heiliger Geist" aus Rostock jede Menge Spaß auf dem Pingelhof. Sie waren im Ferienlager in Damm ein paar Tage zu Besuch und nutzten die Gelegenheit, das Leben vor 400 Jahren kennen zu lernen. Nach der anschaulichen Führung von Frau Zimmermann, die, wie jedes Mal, einen anschaulichen und lehrreichen Vortrag hielt, rief unser Bäckermeister zum Brotbacken. Es war eine Freude, den Kindern beim Formen ihrer Brote zuzusehen. Nur wenige dieser selbst geformten Brote schafften es, den Pingelhof zu verlassen. Es war einfach zu lecker!

 

Anschließend gab es die wohlverdiente Bratwurst.

Dann wurde von den interessanten Spielen, die der Pingelhof zu bieten hat, ausgiebig Gebrauch gemacht. Es wurde von den Mitarbeitern des Pingelhofes ein Video erstellt, eine DVD gefertigt und der Leiterin zugestellt, als Erinnerung an diesen schönen Tag. Bei der Abreise bekamen alle noch ein großes leckeres Brot mit auf den Weg. Wir kommen bestimmt wieder, war der einstimmige Kommentar der Gruppe.

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Sportschule Parchim auf Radtour

(21.07.2008)

Alt Damerow - Am 20.07.2008 veranstaltete die Sportschule Parchim mit Kindern, die aus verschiedenen Bundesländern zusammen gekommen waren, eine Radtour

auf den Pingelhof!

 

Den ca. 40 Jugendlichen wurde hier das Leben vor 400 Jahren vorgestellt.

Zuerst ungläubig, aber dann fasziniert, lauschten die 14 - 16jährigen Kids den Ausführungen der Museumsführerin Kerstin Zimmermann, die es mit ihrer lebhaften Art verstand, die jungen Leute in ihren Bann zu ziehen. Anschließend wurde von den angebotenen Spielen ausgiebig Gebrauch gemacht.

 

Die nächste Gruppe der Sportschule Parchim mit Jugendlichen wird am 27.07.2008

wieder unseren alten wunderschönen gepflegten Hof besuchen.

 

H. J. Kummerlöw

  

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Erntekronen für den Pingelhof

(10.07.2008)

PARCHIM - Auch in ihrem letzten Dienstjahr am Friedrich-Franz-Gymnasium ließ es sich Lehrerin Rosi Bormet nicht nehmen, im Wahlpflichtkurs "Niederdeutsch" den Schülern der 10. Klasse Sitten und Bräuche Mecklenburgs nahe zu bringen.

Dazu gehört natürlich auch das Binden von Erntekronen. Schnell war bei Laura Fischer, Hannes Holzmann, Lars Oberländer, Roman Serduk, Josef Thielert, Daniel Bindemann, Florian Hanhues, Julia Knecht und Johanna-Lisa Heinke der Wunsch entstanden, selbst eine Erntekrone zu binden. Die Gestelle fertigten sie dazu eigenständig, zum Teil aus Weidenruten, an.

 

Und da keine Erntekrone ohne Getreide bestehen kann, stellte Hermann Freude vom Förderverein des Pingelhofes welches zur Verfügung. Dank des Transportes durch die ABS Parchim landeten die Ähren dann auch sicher im Friedrich-Franz-Gymnasium, wo es von da an in einem Raum wie in einer kleinen Scheune aussah und duftete.

Engagiert, fleißig und mit sehr viel Liebe und Mühe arbeiteten die 16-jährigen Gymnasiasten, von denen man diese Art der Beschäftigung wohl nicht unbedingt erwarten würde. Die wunderschönen Ergebnisse, die Lehrerin Rosi Bormet sichtlich stolz machen, wurden dem Pingelhof als Geschenk überreicht.

Museumsleiterin Kerstin Zimmermann freute sich riesig und versprach die imposanten Erntekronen als Dekoration beim Erntefest am 14. September zu nutzen.

 

von corn

 

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Bauer für einen Tag

(10.07.2008)

ALT DAMEROW - Auf zum Bauernhof nach Alt Damerow hieß es für die Knirpse der 2. Klassen der Grundschule Domsühl. Voller Freude und Motivation zogen sie mit Lehrerinnen und Muttis los. Dass der Weg jedoch so weit sein würde, hätten die Mädchen und Jungen aber nicht gedacht.

Aber tapfer hielten sie durch und wurden dann von Frau Warnke empfangen. Sie erzählte, wie der Acker bestellt wird, erklärte die unterschiedlichen Getreidesorten. Nach dem Frühstück an der frischen Luft auf Strohballen und einem Glas frischer Milch stellte Frau Warnke ihren Familien-Bauernhof vor. Die Kinder besichtigten Ställe und Melkanlage und durften sogar ein Kälbchen streicheln. Vieles haben sie so über Kühe erfahren, und erstaunt waren sie darüber, was alles dazu gehört, damit so ein Bauernhof funktioniert.

 Der krönende Abschluss war die Einladung von Familie Warnke auf ihren privaten Hof. Dort durften die Mädchen und Jungen auf Bäume klettern und wurden mit Bratwürsten gestärkt. Der Dank der Kids ist Familie Warnke sicher.

von zvs

 

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Ausstellung in Alt Damerow

(19.06.2008) ALT DAMEROW - Am Sonnabend, dem 21. Juni, eröffnet der Amateurverein Bildende Kunst um 15.00 Uhr in der Kirche von Alt Damerow eine Ausstellung.

Mit dieser Schau geben die Mitglieder des Erwachsenenzirkels einen Überblick über ihr gesamtes Schaffen. Unter Leitung von Paul Oskar Seese entstanden die unterschiedlichsten Arbeiten. Dazu gehören Malereien in den verschiedenen Techniken, Ton-, Holz- und Glasarbeiten und andere. Die Vernissage unter der Leitung von Paul Oskar Seese dürfte für die Gäste etwas Besonderes und Überraschungen bringen.

Die Ausstellung in der Alt Damerower Kirche vis-a-vis dem historischen Pingelhof ist täglich (außer montags) ab 10.00 Uhr nach Rücksprache mit den Mitarbeitern des Pingelhof-museums zu besuchen. Auch während der Veranstaltungen auf der historischen Museumsanlage ist die sehenswerte Dorfkirche geöffnet.

 

von zvs

 

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Auf Schusters Rappen

(09.06.2008)

MATZLOW-GARWITZ - Eigentlich wollten die Jungen und Mädchen des Hortes der Volkssolidarität in Matzlow-Garwitz schon vor ein paar Wochen auf Wandertour gehen, aber heftiger Regen machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Am Donnerstag wurde das Projekt schließlich nachgeholt und die Sonne schien diesmal prächtig. 27 Kinder machten sich mit ihren Betreuern auf Wanderschaft zum rund vier Kilometer entfernten Pingelhof in Alt Damerow. Dort wurden sie vom Museumsteam und Hofbäcker Joachim Neckel schon erwartet. Nach einer Erfrischung gab es jede Menge zu entdecken und zu erleben. Gemeinsam konnte jedes Kind einen kleinen Kuchen formen, der im Lehmofen anschließend gebacken wurde. Museumsführerin Kerstin Zimmermann berichtete aus dem Leben der Pingels, führte die kleinen Gäste durchs Museum und ließ eine Schulstunde in einer in frühen Zeiten typischen Dorfschule lebendig werden.

von wolp

 

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Dudelmusik am Abend

(02.06.2008) ALT DAMEROW - Damit hatte kaum einer gerechnet: Trotz zahlreicher Feste in der unmittelbaren Umgebung, strömten die Liebhaber schottischer Dudelsackmusik in Scharen am Sonnabendabend auf den Pingelhof. Sie waren gekommen, um die Klänge der Pipes und Drums vor dem historischen Ambiente des ehrwürdigen Hofes live zu erleben.

Die Besucher genossen an einem lauen Sommerabend bis in die Nacht hinein die außergewöhnliche Musik. Der Schotte George Getty, der seit Jahren in Hamburg lebt, trug Lieder seiner Heimat vor. Auch zwei Überraschungen gab es: So tanzte Anna Kummerlöw, die Tochter des Chefs der Kladrumer Gruppe "Clan MacLanborough Pipes and Drums" auf der Bühne zum Dudelsack und der Domsühler Carneval Club servierte einen schottischen Tanz auf ihre etwas närrischen Art. Beide ernteten dafür viel Beifall.

Ein Lob galt auch den Helfern um Museumsführerin Kerstin Zimmermann, die den Hof in die rechte Stimmung versetzten und für eine interessante Beleuchtung sorgten. Für die Organisatoren steht fest, dass derartige Veranstaltungen in den künftigen Jahresplan des Pingelhofes aufgenommen werden sollten.

 

von migb

 

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In Garwitz vor Anker gehen

(23.05.2008) GARWITZ - In wenigen Tagen ist es soweit: Mit einem Fest wollen die Matzlow-Garwitzer am 1. Juni den zehnten Geburtstag ihres Hafens zünftig feiern. Der Wasserwanderrastplatz genießt bei Skippern aus nah und fern einen guten Ruf.

Stüves haben es sich auf ihrem schmucken Boot am Anleger in Garwitz gemütlich gemacht. "Wir haben eine kleine Panne, der Auspuff ist defekt", bleibt Dierk Stüve, der zusammen mit seiner Frau Elke und dem Hund Robby erst vor wenigen Tagen die mehrmonatige Seereise gestartet hat, dennoch gelassen. Minuten später trifft Kfz-Meister Hans Ahrendt ein, der sich als Pächter des Wasserwanderrastplatzes vor fünf Jahren vis-a-vis der Garwitzer Schleuse ein zweites Standbein geschaffen hat. "Die Ersatzteile sind bestellt, aber es dauert einen Tag mehr", so seine Botschaft. Elke Stüve, die mit der Familie im niedersächsischen Asedorf in der Nordheide zu Hause ist, kann der Zwangspause gutes abgewinnen: "Da genießen wir die Ruhe und die herrliche Landschaft etwas länger". Den Tipp für den Einkauf in der Nähe und einen Ausflug zum naheliegenden Pingelhof gibt es dazu. Stüves haben Anfang der 90-er Jahre ihr Traumrevier in Mecklenburg gefunden und sind seit nunmehr zehn Jahren regelmäßig auch Gast im Garwitzer Hafen.

Immer wieder werden die passionierten Wassersportler auf den Namen ihres Bootes "Leer new" angesprochen. "Das kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet „Lebe jetzt!'", erklärt der Kapitän die Bedeutung. Für beide steht fest: "In Garwitz lässt sich diese Lebensphilosophie in die Tat umsetzen. Hafenmeister Hans Arendt macht den Wassersportlern den Aufenthalt angenehm und ist mit Rat und Tat stets zur Stelle".

Bereits Anfang der 90-er Jahre hatten sich die Gemeindevertreter von Matzlow-Garwitz grundsätzlich für naturnahen Tourismus in ihren Dörfern am Rande der Lewitz entschieden. Eine moderne Hafenanlage blieb zunächst ein Traum. Erst als 1998 Fördermittel in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung standen, konnten die Bagger rund 22.000 Kubikmeter Erde ausheben und auf einer früheren Wiese eine künstliche Wasserfläche von etwa 10.000 Quadratmetern schaffen. 54 Bootsliegeplätze wurden gebaut, die sich aber bald als zu klein erwiesen. Die Gemeinde nahm zunächst selbst das Zepter in die Hand und musste mit ansehen, dass nur wenige Wassersportler den neuen Hafen auf der Fahrt von der Elbe zum Mecklenburgischen Seenplatte ansteuerten.

Vor fünf Jahren konnte mit Hans Ahrendt endlich ein Pächter gefunden werden, der mit Leib und Seele die Anlagen in Schwung brachte. Eine Wassertankstelle erwies sich als Magnet und das international bekannte Charterunternehmen Locaboat eröffnete einen Stützpunkt. Inzwischen steuern rund 1.000 Boote im Jahr Garwitz an und immer öfter sind die Anleger gut gefüllt.

Der Hafengeburtstag soll gefeiert werden. Am 1. Juni laden die Gemeinde und der Heimat-verein ab 11.00 Uhr zum bunten Fest ein. Die Feuerwehr bietet Schlauchbootfahrten und Locaboat Schnuppertouren an. Ab 14.00 Uhr beginnt ein großes Kinderfest mit Sport, Spiel und Spaß auf dem Hafengelände.

 

von Wolfried Pätzold

 

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Biker-Stopp auf dem Pingelhof

(20.05.2008)

ALT DAMEROW - Vom Dauernieselregen ließen sich am Sonnabend 14 Biker nicht abhalten, ihre erste gemeinsame Tour durch Westmecklenburg zu starten. Die begeisterten Kradfahrer sind in der Woche im Landtag, in der Verwaltung und in Landesbehörden tätig. Sie fühlten sich von der Motorsportgruppe des Bundestages inspiriert, eine Ausfahrt zum Kennenlernen ihrer Heimat zu organisieren, erzählt Thomas Hilgemann. Von der Landeshauptstadt aus ging es in Richtung Elbe und von dort über Ludwigslust und Parchim zurück nach Schwerin. Auf dem Pingelhof ließen sich die Biker von Museumshofführerin Kerstin Zimmermann die Hofanlage aus dem 17. Jahrhundert zeigen. Zuvor stärkten sie sich mit Kaffee, Kuchen sowie Brot, das Bäckermeister Joachim Neckel im Lehmbackofen gebacken hatte. "Einfach herrlich diese Landschaft", geriet nicht nur die 1. Vizepräsidentin des Landtages, Renate Holznagel (CDU), ins Schwärmen.

von migb

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